Freitag, 21. Juli 2017

Leseabend Read'n'Talk Challenge





Nachdem ich an den letzten Terminen für die Leseabende zwar Zeit gehabt hätte, aber es dann irgendwie durch mein löchriges Gedächtnis gerutscht ist, dass sie stattfinden, bin ich heute tatsächlich dabei.
Organisiert wird das ganze von Nadja von Bookwormdreamers (Link führt zur Seite des Leseabends) und jetzt gehts auch schon los...

18.00
Was wollt ihr heute Abend lesen? Habt ihr euch Ziele für den heutigen Abend gesetzt?

Ich lese heute "Hier bin ich" von Jonathan Safran Foer. Ein echt schwerer Schinken - sowohl vom Gewicht als auch von der Story. Ständig gibt es irgendwelche Schlenker bei denen man erst nicht sofort merkt, wann sie anfangen und wenn sie dann aufhören hat man schon beinahe vergessen wie die Situation vor dem Schlenker war.
Ein konkretes Ziel für heute Abend habe ich nicht. Außer, dass ich die "Lesezeit" genießen möchte.

19.00
Was begleitet euch außer eurem Buch durch den Abend?
Obst, genauer gesagt Himbeeren aus dem eigenen Garten, ein paar Schoko & Keks - Riegel und der Fernseher. Den nutze ich aber eigentlich nur als Geräuschkulisse - ich kann es einfach nicht haben, wenn es um mich herum still ist.

20.00
Wie gefällt euch euer Buch bisher so?
Nachdem ich in letzter Zeit eher triviale Bücher gelesen hatte, war es schwer, sich an "Literatur" zu gewöhnen. Aber mittlerweile habe ich über 600 Seiten gelesen (bin also fast am Ende) und so langsam erschließt sich mir der Sinn des gesamten Buches ein wenig. Wahrscheinlich muss ich diese Lektüre nach dem Lesen erst noch ein paar Tage sacken lassen bevor ich ein endgültiges Urteil darüber fälle.

21.00
Wie leicht oder schwer lasst ihr euch vom Lesen ablenken?
Wenn mich ein Buch wirklich richtig in seinen Bann gezogen hat, kann mich eigentlich nichts davon ablenken. Aber ansonsten kann man mich mit Essen immer ablenken. Wenn mich das Buch nicht so begeistert, kann es aber auch alles andere sein.

22.00

Montag, 3. Juli 2017

(Rezension) Klaus-Peter Wolf - Totenstille im Watt

http://www.fischerverlage.de/buch/totenstille_im_watt/9783596297641



Genre: Roman
Reihe: "Sommerfeldt" #1
Verlag: Fischer Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 22. Juni 2017
Seiten: 416
ISBN: 978-3-596-29764-1
Preis: 9,99 €








Inhalt:

"Es ist viel schwieriger, eine gute Fischsuppe zu kochen, als an eine neue Identität zu kommen. Meine ist perfekt. Ich heiße neuerdings Dr. Bernhard Sommerfeldt.
Ich bin praktischer Arzt. Ich habe mich in dem schönen Städtchen Norddeich niedergelassen. Die Leute kommen gerne zu mir. Ich höre ihnen zu. Behandele nicht nur ihre Wunden, sondern entsorge auch schon mal den gewalttätigen Ehemann. Ich bin ein Mann mit Prinzipien. Und ich scheue vor Mord nicht zurück."

Das Buch und ich:

Allein der Klappentext hat mich schon so neugierig gemacht, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte, obwohl mich die Ostfriesenkrimis von Klaus-Peter Wolf nicht so 100%ig überzeugt haben.

Um es gleich vorweg zu sagen: dieses Buch ist anders.
Es wird aus der Sicht von Dr. Bernhard Sommerfeldt erzählt, der nach außen hin der freundliche, vertrauenswürdige Arzt ist, der mit seiner Partnerin ein bürgerliches Leben im beschaulichen Norddeich führt. Doch schon auf den ersten Seiten erfährt der Leser, dass hinter dieser Fassade etwas anderes verborgen ist.

Es wird schnell deutlich, dass seine Vergangenheit ihn geprägt hat und dass sie, so sehr er auch versucht hat, sie loszuwerden, sie immer ein Teil von ihm sein wird und sich manche Dinge nicht verleugnen lassen. Ich glaube, man hat als Leser dieses Buches nur zwei Möglichkeiten: man findet Sommerfeldt und seine Taten zutiefst unsympathisch - dann wird man auch das Buch nicht mögen - oder man lässt sich darauf ein, die Welt aus der Sicht eines Mörders zu betrachten und gibt dem Buch damit eine echte Chance.

Man muss Dr. Sommerfeldt nicht mögen um das Buch zu mögen, denn - mal ehrlich - einem "normal" denkenden Menschen wird es zumindest schwer fallen, mit seiner fragwürdigen Einstellung warm zu werden. Seine Motive dürfen hin und wieder edel sein, doch rechtfertigt das seine Taten? Und wie ist er zu dem geworden, der er ist? Ein paar Fragen bezüglich seiner Vergangenheit werden beantwortet, ein Teil bleibt offen, was durchaus sinnvoll ist im Hinblick auf die Fortsetzung.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, zum einen wegen der ungewöhnlichen Sichtweise, zum anderen weil es so unendlich viele Möglichkeiten bietet. Ich hätte mir ein anderes Ende vorstellen können, bin aber mit dem vorhandenen auch einverstanden und freue mich deshalb schon auf die Fortsetzung.


               

Sonntag, 2. Juli 2017

Read'n'Talk Challenge: Die Juli-Bücher

Für Juli habe ich mal ein paar dicke Wälzer zur Auswahl:


Nathan Hill - Geister

https://www.piper.de/buecher/geister-isbn-978-3-492-05737-0
 Inhalt:

Ein Anruf der Anwaltskanzlei Rogers & Rogers verändert schlagartig das Leben des Literaturprofessors Samuel Anderson . Er, der als Kind von seiner Mutter verlassen wurde, soll nun für sie bürgen: Nach ihrem tätlichen Angriff auf einen republikanischen Präsidentschaftskandidaten verlangt man von ihm, die Integrität einer Frau zu bezeugen, die er seit mehr als zwanzig Jahren nicht gesehen hat. Ein Gedanke, der ihm zunächst völlig abwegig erscheint. Doch Samuel will auch endlich begreifen, was damals wirklich geschehen ist. - Ein allumfassender, mitreißender Roman über Liebe, Unabhängigkeit, Verrat und die lebenslange Hoffnung auf Erlösung, ein Familienroman und zugleich eine pointierte Gesellschaftsgeschichte von den Chicagoer Aufständen 1968 bis zu Occupy Wall Street.



 Garth Risk Hallberg - City on Fire

http://www.fischerverlage.de/buch/city_on_fire/9783100022431
 Inhalt:

 New York City, Neujahr 1977. Ein Schneesturm zieht über die Stadt, Feuerwerk erleuchtet den Himmel und im Central Park fallen Schüsse. Die Ereignisse der Nacht bringen eine Gruppe unvergesslicher Figuren zusammen: Die schwerreichen Erben William und Regan Hamilton-Sweeney, Mercer, der am großen amerikanischen Roman schreibt, die Punk-Kids Sam und Charlie aus der Vorstadt, den besessenen Magazin-Reporter Richard und den Cop Larry. Sie alle leben und lieben hier, in der großen Stadt, die bankrott und gefährlich ist und zugleich vor Energie platzt. Als dann am 13. Juli 1977 die Lichter ausgehen, gerät New York City in den Ausnahmezustand – und nach dem Stromausfall ist kein Leben wie zuvor. Ein großer Roman über Liebe, Betrug und Vergebung, über Kunst, Wahrheit und Rock’n’Roll mitten in New York City - kunstvoll, überbordend, außergewöhnlich.


Blake Crouch - Dark Matter - Der Zeitenläufer

https://www.randomhouse.de/Paperback/Dark-Matter-Der-Zeitenlaeufer/Blake-Crouch/Goldmann/e495241.rhd
 Inhalt:

"Bist du glücklich?“ Das sind die letzten Worte, die Jason Dessen hört, bevor ihn ein maskierter Mann niederschlägt. Als er wieder zu sich kommt, begrüßt ihn ein Fremder mit den Worten: „Willkommen zurück, alter Freund.“ Denn Jason ist in der Tat zurückgekehrt – doch nicht in sein eigenes Leben, sondern in eines, das es hätte sein können. Und in diesem Leben hat er seine Frau nie geheiratet, sein Sohn wurde nie geboren. Und Jason ist kein einfacher College-Professor, sondern ein gefeierter Wissenschaftler. Doch ist diese Welt real? Oder ist es die vergangene Welt? Wer ist sein geheimnisvoller Entführer? Und vor die Wahl gestellt – was will er wirklich vom Leben: Familie oder Karriere? Auf der Suche nach einer Antwort begibt Jason sich auf eine ebenso gefährliche wie atemberaubende Reise durch Zeit und Raum. Eine Reise, die ihn am Ende auch mit den dunklen Abgründen seiner eigenen Seele konfrontieren wird …

Statistik Juni + Leseliste Juli

Ich bin zufrieden mit dem Juni, auch wenn es nicht so viele Bücher geworden sind wie ich erhofft hatte. Aber das Wetter war einfach zu schön und neben dem Lesen hat das Leben ja auch noch anderes zu bieten - sowohl im positiven als auch im negativen Sinn.

Gelesen:
1. Jennifer Armentrout - Morgen lieb ich dich für immer (540 Seiten)
2. K.C. Crowe - Schwarzer Sand (301 Seiten)
3. Gabriele von Braun - Abgehakt (300 Seiten)
4. Agatha Christie - Der Tod auf dem Nil (320 Seiten)
5. Maria D. Headley - Magonia (362 Seiten)
6. Karolin Kolbe - Granatapfeltage (176 Seiten)

gelesene Seiten:  1999 / 67 Seiten am Tag

Leseliste Juni: 3/6 - naja...


Challenge-Fortschritte:

Motto - Challenge:   Punkte (  passende Bücher)

Read'n'Talk Challenge: ausgewählt wurde "Zorn" von Arne Dahl

Nieder mit dem SuB: Alle Aufgaben erfüllt

Panem-Challenge: in diesem Monat hatte ich sogar ein paar zum Thema passende Bücher dabei

Edelstein-Challenge:  2 Zusatzaufgaben erfüllt und sogar 1 feste Aufgabe

Stadt-Land-Buch: ein paar Lücken konnten wieder gefüllt werden

Weltenbummler-Challenge: Ich habe ein paar neue Länder bereist


Leseliste Juli

1. Rachel Gibson - Wer zuletzt küsst, küsst am Besten
2. Barbara Rüscher - Fuck the Möhrchen - Ein Baby packt aus
3. Kaisa Ingemarsson - Es ist nie zu spät für alles
4. Anne Hertz - Glückskekse
5. Marcus Luft - Frühstück in Amsterdam
6. Helen Fielding - Hummer zum Dinner

Montag, 26. Juni 2017

(Rezension) Karolin Kolbe - Granatapfeltage

http://www.thienemann-esslinger.de/planet/buecher/buchdetailseite/granatapfeltage-mein-roadtrip-quer-durch-spanien-isbn-978-3-522-50511-6/



Genre: Jugendbuch
Verlag: Planet!
Erscheinungsdatum: 15.  Juli 2016
Seiten: 176
ISBN: 978-3-522-50511-6
Preis: 9,99 €
Altersempfehlung: ab 12 Jahre








Inhalt:

Ab aufs Fahrrad und einmal quer durch Spanien. Diesen Plan fasst Greta, nachdem sich ihr Freund von ihr getrennt hat. Doch allein hätte sie sich nie und nimmer getraut. Erst durch Artjom, den sie zufällig in Berlin kennenlernt, wird der Plan Realität, und gemeinsam machen sie sich auf eine abenteuerliche Reise, die verspricht, der Trip ihres Lebens zu werden. Doch geplatzte Fahrradreifen und Regentage durchkreuzen ihre Pläne. Vor allem aber die ungewohnte Nähe zu Artjom, diesem gut aussehenden, fast Fremden sowie die Bekanntschaft eines faszinierenden Spaniers wirbeln Gretas Gefühlswelt so richtig durcheinander. Ob sie nach diesem Roadtrip weiß, wohin ihre Lebensreise gehen soll?


Das Buch und ich

Der Klappentext versprach eine spannende Geschichte über einen Roadtrip, Gefühlschaos inklusive. Schon nach den ersten Seiten ist man in der Geschichte drin und weil das Buch ja auch nicht allzu viele Seiten hat, kann man es gut in einem Rutsch durchlesen. Auf Abenteuer und die ganz großen Gefühle wartet man aber vergebens. Schade, denn die Grundidee bietet durchaus die Basis für mehr.

Gretas Gefühle für Artjom, die sie noch nicht so recht einordnen kann, der Konflikt mit ihren Eltern, die Reise an sich, alles kam mir vor wie in Watte gepackt, nichts wurde so richtig ernsthaft behandelt. Aber als leichte Unterhaltung für einen Sommertag ist das Buch ganz gut geeignet.


        


Samstag, 24. Juni 2017

(Rezension) Maria D. Headley - Magonia

https://www.randomhouse.de/Buch/Magonia/M-D-Headley/Heyne-fliegt/e478584.rhd



Genre: Fantasy
Verlag: Heyne fliegt
Erscheinungsdatum: 03. April 2017
Seiten: 368
ISBN: 978-3-453-27017-6
Preis: 16,99 €


Achtung! Ich bin mir nicht sicher wieviel ich über das Buch erzählen kann ohne zu spoilern. Also entscheidet selbst ob ihr das Risiko eingehen wollt. Falls nicht lasst euch gesagt sein: dieses Buch ist einfach toll :)



Inhalt:

Noch nie hat die 16jährige Aza irgendwo so richtig dazugehört: In der Schule fehlt sie oft wegen Krankheiten. Das Atmen ist für sie eine Qual. Zudem nimmt sie merkwürdige Dinge wahr, Luftschiffe am Himmel, Vögel, die ihren Namen rufen.
Bis auf ihren besten Freund Jason glaubt ihr niemand. Dann stirbt Aza beinahe - und findet sich in Magonia wieder, einem magischen Reich in den Wolken. Und plötzlich ist Aza keine Außenseiterin mehr, hier oben ist sie stark und die Tochter einer Luftschiffkapitänin. Eine große Aufgabe wartet auf Aza - doch ist sie bereit dafür? Ihr Herz hängt noch an der Erde, vor allem an Jason...

Das Buch und ich

Eins der wenigen Bücher in diesem Bereich, die meine Lieblingsbuchhändlerin nicht gelesen hat - gekauft habe ich es trotzdem. Und es hat sich gelohnt.

Nach den ersten Seiten hatte ich ein wenig das Gefühl, ich würde die Geschichte schon kennen. Mädchen mit seltener, gefährlicher Krankheit und besorgter Familie. Bester und einziger Freund, der ihr schließlich seine Gefühle gesteht. Doch dann stirbt Aza, oder auch nicht, und befindet sich in Magonia.

Magonia ist die erste Fantasy-Umgebung, die ich wirklich sehr faszinierend finde. Segelschiffe im Himmel, die unendliche Weite in der sie sich Bewegen. Schiffe, die von der Erde aus nicht gesehen werden können weil sie sich hinter Wetterphänomenen verstecken. Es gibt nur wenige neue Begriffe an die man sich als Leser gewöhnen muss, so dass es leicht fällt, sich in Magonia zurechtzufinden.

Ein weiterer Pluspunkt ist, dass die Geschichte von Aza und Jason erzählt wird, so dass man nicht nurAzas Zeit in Magonia verfolgt, sondern auch erfährt, wie Jason mit Azas Tod auf der Erde umgeht.

Das Buch hat mich durchgehend begeistert und gehört zu den bislang besten, die ich in diesem Jahr gelesen habe.


              



Freitag, 23. Juni 2017

(Rezension) Gabriele von Braun - Abgehakt

https://www.luebbe.de/bastei-entertainment/ebooks/liebesromane/abgehakt/id_3229122?


Genre: Roman
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum: 14. März 2013
Seiten: 304
ISBN: 978-3404167616
Preis: 8,99 €







Inhalt:

Paula liebt Henning. Denkt sie. Doch als er ihr endlich den lang ersehnten Heiratsantrag macht, befallen sie plötzlich Zweifel: Soll das wirklich alles gewesen sein im Leben? Dann stolpert sie auch noch über eine alte selbst verfasste Liste - mit lauter Dingen, die sie getan haben will, bevor sie mal Ja sagt. Paula macht sich ans Werk - und erkennt am Ende endlich, was sie wirklich will...


Das Buch und ich

Nachdem sie ewig darauf gewartet hat, dass Henning ihr einen Antrag macht, bringt ebendieser nun Paulas Leben gewaltig ins Wanken. Irgendwie fühlt sich das alles nicht so an, wie es sollte. Und irgendwie ist Henning auch langweilig. Und so soll nun ihr Leben aussehen? Da kommt ihr die alte Liste gerade Recht.

Nachdem sie erkannt hat, dass sie froh sein kann, von ihrer Jugendliebe Tom (dem sie einen spontanen Besuch abstattet) damals abserviert worden zu sein, fliegt sie nach New York. Dort ist alles neu und aufregend und auch Ben, der auf eine große Schauspielkarriere hofft, scheint ein ganz toller Typ zu sein. Aber ist es wirklich so einfach? Abhauen, neu anfangen und die Vergangenheit hinter sich lassen? Hin und wieder mag eine Flucht aus dem Alltag sinnvoll sein, um sich darauf zu besinnen was man hat und was man will, doch vor sich selbst kann man auf Dauer nicht weglaufen. Und so erkennt auch Paula am Ende, wohin sie gehört.

Eine sehr nachvollziehbare Geschichte, die mir recht gut gefallen hat, auch wenn ich Paula manchmal doch als sehr naiv für ihr Alter wahrgenommen habe.