Montag, 31. Juli 2017

Read'n'Talk Challenge: Die August-Bücher

Für den August habe ich die Auswahl der Bücher unter das Motto "Urlaubslektüre" gestellt.


 Inhalt

Maeve ist es satt, dass alle denken, sie sei mit ihren 25 Jahren noch nicht richtig erwachsen. Sie wird es ihnen zeigen. Nichts wie rein in ihre heißgeliebte rote Schrottbeule, um in L. A. ihr Glück zu finden. Aber auf halber Strecke muss sie feststellen: Zweite Chancen sind nur gut, wenn man sie auch erkennt. Es gehört Mut dazu, zum Glück Ja zu sagen, wenn man dem Krebs ein Schnippchen geschlagen hat. Her mit ein wenig Nachhilfe im Leben und im Lieben!

(Da das Buch nicht mehr aufgelegt wird, gibt es hier keinen Link)





https://www.rowohlt.de/buch/Shari_Shattuck_Tage_wie_Salz_und_Zucker.3113374.html

Inhalt:

Ellen Homes liebt es, ihre Mitmenschen zu beobachten - sie selbst aber möchte nicht gesehen werden. Sie versteckt sich hinter zu vielen Kilos und ihr Gesicht hinter langen Haaren. Nachts putzt sie in einem Riesensupermarkt. Eines Tages trifft Ellen im Bus eine junge Frau: Temerity ist blind, sprüht vor Lebensfreude, hat keinerlei Berührungsängste. Sie ist der erste Mensch seit langem, der Ellen «sieht». Die folgt ihr fasziniert und rettet sie prompt vor zwei Handtaschendieben. Fortan ist nichts mehr, wie es war. Temerity lockt Ellen gnadenlos aus der Reserve. Zusammen fangen die beiden ungleichen Freundinnen an, sich einzumischen - immer da, wo jemand sich nicht wehren kann oder wo Unrecht geschieht. Sehr schnell wirbeln sie jede Menge Staub auf ...



http://www.ullsteinbuchverlage.de/nc/buch/details/holunderherzen-9783548612874.html
 Inhalt:

Nach einer gescheiterten Beziehung hat Anne die Nase voll von der Liebe und hofft auf die heilende Wirkung ihrer Tante. Die eigenwillige Tilly ist das schwarze Schaf der Familie und Annes großes Vorbild. Doch Tilly scheint selbst nicht ganz auf der Höhe zu sein: Ihr Öko-Hof in der Lübecker Bucht ist halb verlassen, einzig ihr Mops Hugo leistet ihr Gesellschaft. Hinter der spröden Fassade ihrer Tante entdeckt Anne eine verletzliche Frau, die oft zerstreut wirkt. Anne beschließt zu bleiben und den wild wachsenden Holunder auf Tillys Hof zur neuen Einnahmequelle zu machen. Dabei wird sie tatkräftig unterstützt vom Fischer Thies, und auch der Landarzt Carsten lässt sich überraschend oft blicken. Vielleicht ist in Sachen Liebe ja doch noch nicht alles zu spät?

Freitag, 28. Juli 2017

(Rezension) Usch Luhn - Die Pfotenbande #1: Lotta rettet die Welpen

https://www.ravensburger.de/produkte/buecher/kinderbuecher/die-pfotenbande-band-1-lotta-rettet-die-welpen-40604/index.html



Genre: Kinderbuch
Verlag: Ravensburger
Erscheinungsdatum: 18. Mai 2016
Seiten: 144
ISBN: 978-3-473-40604-3
Preis: 9,99 €
Altersempfehlung: ab 8 Jahre








Inhalt:

Leni, Henry, Paula und Max sind entsetzt: Ihre neue Lehrerin Frau Rabe ist total streng. Außerdem kann sie überhaupt nicht mit Hunden umgehen. Und ihr fieser Freund führt irgendetwas im Schilde ... Die Freunde machen sich sofort daran, den Fall aufzuklären. Gut, dass ihre vier Hunde sie niemals im Stich lassen. Denn ein ganzer Wurf süßer Welpen braucht dringend die Hilfe der Pfotenbande!


Das Buch und ich

Es fällt mir ehrlich gesagt bei Kinderbüchern oft schwer, eine Bewertung - egal welcher Art - abzugeben, weil ich keine eigenen Kinder habe und deshalb den Lesegeschmack dieser Altersgruppe nicht so gut kenne.

In diesem Buch geht es um Freundschaft, Tierliebe, Abenteuer und Mut. Jungs und Mädchen werden gleichermaßen angesprochen, so dass ich mir gut vorstellen kann, dass mir das Buch gefallen würde, wenn ich im Grundschulalter wäre. Auch wenn es zwischen den Kindern mal leichte Meinungsverschiedenheiten gibt, so klären sie diese schnell und es gefährdet ihre Freundschaft nicht. Auch dass eine Lehrerin sich in die Babypause verabschiedet gehört heute zum Alltag von Grundschülern, so dass sie sich auch hier wiederfinden können. Klar, so richtig realitätsnah ist das mit dieser Art Abenteuer nicht, aber auch in den Zeiten von TKKG wollten wir doch schon Verbrechen aufklären ;)

Die Geschichte ist in Kapitel unterteilt und mit Illustrationen aufgelockert, der große Druck macht das Lesen leichter.

Für Jungs und Mädchen, die Tiere und Abenteuer mögen.

(Rezension) Andreas Steinhöfel - Dirk und ich

https://www.carlsen.de/hardcover/dirk-und-ich/68666



Genre: Kinderbuch
Verlag: Carlsen
Erscheinungsdatum: 01. Juli 2016 (Erstveröffentlichung 1991)
Seiten: 192
ISBN: 978-3-551-55365-2
Preis: 12,99 €
Altersempfehlung: ab 8 Jahre








Inhalt:

Wo die Brüder Andreas und Dirk auftauchen, ist das Chaos vorprogrammiert. Dabei können sie meistens gar nichts dafür! Ob als Spaghettimonster auf dem Kindergeburtstag, als Nikoläuse im Altenheim oder als spektakuläre Unfallfahrer mit dem Rodelschlitten – immer geht so ziemlich alles schief, was schiefgehen kann. Aber dafür gibt es immer viel zu lachen. Und jetzt kommt auch noch Babybruder Björn dazu – mit dem müssen sie gleich mal eine Weltraumexpedition starten!

Das Buch und ich:

In recht kurzen Kapiteln werden die kleineren und größeren Abenteuer von Andreas und seinem Bruder Dirk erzählt. Dabei fühlte ich mich mehr als einmal in meine eigenen Kindheit zurückversetzt und beendete jedes Kapitel zumindest schmunzelnd wenn nicht sogar laut lachend.

Dieses Buch ist jedenfalls nicht nur was für Kinder (wahrscheinlich werden sich Jungs eher angesprochen fühlen, weil es ja um zwei Brüder geht, aber abenteuerlustigen Mädchen gefällt es sicher auch) sondern auch für die Eltern.

Da es eine abgeschlossene Geschichte pro Kapitel ist, können die lesenden Kinder es problemlos nach einem Kapitel beiseite legen und müssen sich keine Sorgen darüber machen, ob sie wieder in die Geschichte hineinfinden. Oder vorlesende Eltern lesen vor dem Schlafen gehen ein Kapitel vor.

(Rezension) Jonathan Safran Foer - Hier bin ich

http://www.kiwi-verlag.de/buch/hier-bin-ich/978-3-462-04877-3/



Originaltitel: Here I Am
Genre: Roman
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum: 10. November 2016
Seiten: 688
ISBN: 978-3-462-04877-3
Preis: 26,00 €








Inhalt:


»Hier bin ich« erzählt von vier turbulenten Wochen im Leben einer Familie in tiefer Krise. Julia und Jacob haben sich auseinandergelebt, doch wie könnten sie sich trennen, ohne dass ihre drei Söhne darunter leiden oder gar sie selbst? Immer wieder diskutieren sie alle Szenarien durch, kümmern sich aufopferungsvoll um den inkontinenten Hund und die bevorstehende Bar Mitzwa des ältesten Sohns. Gerade als die israelische Verwandtschaft zur Familienfeier in Washington, D.C. eintrifft, ereignet sich ein katastrophales Erdbeben im Nahen Osten, das die Invasion Israels zur Folge hat. Die Fragen »Was ist Heimat? Was bedeutet Zuhause?« stellen sich noch einmal ganz neu, auch für Jacob.

Das Buch und ich:

Seit einer Ewigkeit nehme ich mir vor mal aktuelle "Literatur" zu lesen, also mal was anderes als das leicht verdaulichen All-Age, Chick-Lit oder Regionalkrimis. Also legte ich mir neulich in der Buchhandlung meines Vertrauens, diesen Roman zu. Und wurde davon beinahe erschlagen, was nicht an der Tatsache liegt, dass der fast 700-Seiten Wälzer gewichtsmäßig kein Leichtgewicht ist.

Der Schreibstil ist zwar alles andere als kompliziert, jedoch ist es oft schwer, den endlosen Dialogen zu folgen oder bei den diversen Zeitsprüngen, in denen manche Zusammenhänge erläutert werden, nicht durcheinander zu kommen. Das machte das Lesen schon hin und wieder zu einer leichten Quälerei.

Da man ja spätestens in der Oberstufe lernt, dass uns anspruchsvolle Literatur immer etwas sagen will, fragte ich mich zunehmend: "Was will mir dieses Buch sagen?"
Gute Frage. Es wurde jedoch deutlich, dass man selbst diverse Rollen in seinem Leben einnimmt. Sohn, Vater, Ehemann bzw. Mutter, Tochter, Ehefrau - und das sind nur drei von vielen. Wenn man darüber mal genauer nachdenkt, ist das eine sehr spannende und faszinierende Sache. Beim Lesen wollte ich mir jedoch des öfteren sowohl Jacob als auch Julia krallen und ihnen ein "redet doch einfach mal richtig miteinander" an den Kopf werfen. Aber die mangelnde bzw. unzureichende Kommunikation untereinander ist nicht nur bei ihnen ein Problem, sondern bei den meisten von uns. Wie oft sagen wir Dinge nicht, weil wir unser gegenüber nicht verletzen oder uns selbst nicht der vermeintlichen Lächerlichkeit preisgeben wollen? Wie oft tun wir Dinge, die wir nicht wollen, um andere glücklich zu machen?

Die einzigen, die in dieser Hinsicht relativ unverdorben sind, sind Benji (der jüngste Sohn) und Jacobs Vater Irv, der allerdings ohne Rücksicht auf Verluste seine Weltansicht verbreitet, was zwar sehr ehrlich, aber nicht besonders taktvoll ist. Den beiden älteren Söhnen ist zwar längst klar, was zwischen ihren Eltern los ist,  bringen es jedoch nicht zur Sprache, nicht zuletzt auch, weil es "nicht ihr Job" ist.

Ein weiteres großes Thema ist das Jüdischsein. Ist man nur ein "richtiger" Jude wenn man sich an alle Regeln  hält und wenn es notwendig ist, für Israel in den Krieg zieht? Ist man überhaupt ein "richtiger" Jude wenn man keine besondere Beziehung zu Israel spürt, es nicht als das ursprüngliche Zuhause sieht?

Das Buch ist auf jeden Fall dazu geeignet, den Leser zum Nachdenken anzuregen. Über die eigenen Rollen, darüber, ob man nicht auch lieber manche Dinge aussprechen sollte bevor man irgendwann ohne Vorwarnung explodiert. Über die Situation im Nahen Osten... Allerdings muss man dafür einiges auf sich nehmen. Mal eben nebenbei kann man "Hier bin ich" jedenfalls nicht lesen. So richtig überzeugt hat mich das Buch nicht, dafür hatte es zu viele Längen, aber gefallen hat es mir dennoch.

(Rezension) Rachel Gibson - Darf's ein Küsschen mehr sein?

https://www.randomhouse.de/ebook/Darfs-ein-Kuesschen-mehr-sein/Rachel-Gibson/Goldmann-TB/e338481.rhd



Originaltitel: Tangled up in you
Reihe: Girlfriends #3
Genre: Chick-Lit
Verlag: Goldmann
Erscheinungsdatum: 02. Oktober 2009
Seiten: 320
ISBN: 978-3-641-03197-8 (epub)
Preis: 7,99 €







Inhalt:

Der Ort Truly ist für Maddie Jones ein düsteres Kapitel: Vor vielen Jahren wurde hier ihre Mutter gewaltsam ums Leben gebracht. Eines Tages findet sie zufällig das Tagebuch ihrer Mutter und Maddie wird klar, dass sie sich dieser Familientragödie stellen muss. Als sie dann in Truly ankommt, hätte Maddie mit allem gerechnet, aber nicht mit dem unwiderstehlichen Charme von Mick Hennessy, dessen Vater damals schon das Herz ihrer Mutter gebrochen hatte …

Das Buch und ich:

Maddie schreibt True Crime Bücher unter einem Pseudonym und jetzt wagt sie sich an ihre eigene Geschichte. Doch in Truly stößt sie auf eine Mauer des Schweigens, was nicht weiter verwunderlich ist. Ich mochte Maddie und ihre liebenswerte Eigenart, lecker riechende Bodylotions & Duschgels in diversen Sorten zu "sammeln" und je nach Stimmung zu verwenden. Auch Mick war mir sympathisch, wobei ich jetzt nicht von "unwiderstehlichem Charme" sprechen würde.

Natürlich darf man hier nichts anspruchsvolles erwarten, obwohl das Thema, wie ich finde, schon Potential für mehr hätte. Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten, allerdings hatte ich zwischenzeitlich den Eindruck, dass es etwas  zäh wurde, weil es sich nur darum drehte, dass Maddie Mick nicht widerstehen kann und ihrem schlechten Gewissen, weil sie ihn über ihre wahre Identität im Unklaren lässt und es nicht schafft, ihm zu sagen wer sie ist.

Für kurzweilige Unterhaltung aber empfehlenswert.

(Rezension) Rachel Gibson - Wer zuletzt lacht, küsst am besten

https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Wer-zuletzt-lacht-kuesst-am-besten/Rachel-Gibson/Goldmann-TB/e383745.rhd



Originaltitel: Rescue me
Reihe: Lovett-Texas #3
Genre:Chick-Lit
Verlag: Goldmann
Erscheinungsdatum: 18. Februar 2013
Seiten: 320
ISBN: 978-3-442-47750-0
Preis: 8,99€







Inhalt:

Das Letzte, wovon Sadie Hollowell geträumt hat, ist ausgerechnet wieder auf der Ranch ihres Vaters mitten im texanischen Nirgendwo zu landen. Noch dazu, um als Brautjungfer in einem pinken Tüllungetüm an der Hochzeit ihrer Cousine teilzunehmen. Dass der unnahbare, wortkarge und leider unverschämt attraktive Vince spontan als ihr Begleiter einspringt, macht die Sache auch nicht besser. Die Frauen der Stadt liegen ihm zu Füßen, doch das interessiert ihn herzlich wenig. Von der Liebe will Vince schon lange nichts mehr wissen. Bis die chaotische, schöne Sadie sein Leben völlig auf den Kopf stellt …

Das Buch und ich:

Wenn sich bei mir eine Leseflaute breit macht, sind Bücher wie dieses ein gutes Mittel, den Spaß am Lesen wiederzufinden. Weil man genau weiß, dass sie sich am Ende eben doch bekommen. Was man jedoch nicht weiß ist, was dazwischen alles für größere und kleine Katastrophen passieren.

Es fällt leicht, sich in die Personen hineinzuversetzen. In Sadie, die aus dieser doch recht spießigen Kleinstadt "geflohen" ist und die, obwohl sie sich inzwischen ein eigenes Leben aufgebaut hat, sofort in ihre Jugend zurückversetzt fühlt als sie zur Hochzeit ihrer Cousine anreist. In Vince, der eigentlich weder eine Beziehung noch seßhaft werden will und trotzdem irgendwie dort hängen bleibt. Aber auch in das ganze kleinstädtische Leben.

Ehe man sich versieht hat man das Buch auch schon durch und man bleibt mir dem guten Gefühl zurück, dass es am Ende immer gut ausgeht. Auch wenn ich weiß, dass das nur eine fiktive Geschichte ist, so nehme ich dieses gute Gefühl tatsächlich mit in mein Leben, besonders dann, wenn es da gerade nicht so läuft.

Das Buch ist nicht sonderlich anspruchsvoll, aber als Sommer-/Urlaubslektüre für leichte Unterhaltung gut geeignet.

Mittwoch, 26. Juli 2017

Rezension: T.C. Boyle - Die Terranauten

https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/die-terranauten/978-3-446-25386-5/


Genre: Roman
Originaltitel: The Terranauts
Erscheinungsdatum: 09. Januar 2017
Seiten: 608
ISBN: 978-3-446-25386-5
Preis: 26,00 €

Hardcover mit Schutzumschlag








Inhalt: 

4 Frauen, 4 Männer, 2 Jahre in einem riesigen Terrarium. Bestsellerautor T.C. Boyle erzählt vom halsbrecherischen Versuch, eine neue Welt zu erschaffen.
In einem geschlossenen Ökosystem unternehmen Wissenschaftler in den neunziger Jahren in den USA den Versuch, das Leben nachzubilden. Zwei Jahre lang darf keiner der acht Bewohner die Glaskuppel von „Ecosphere 2“ verlassen. Egal, was passiert. Touristen drängen sich um das Megaterrarium, Fernsehteams filmen, als sei es eine Reality-Show. Eitelkeit, Missgunst, Rivalität – auch in der schönen neuen Welt bleibt der Mensch schließlich doch, was er ist. Und es kommt, wie es kommen muss: Der smarte Ramsay verliebt sich in die hübsche Dawn – und sie wird schwanger.


Das Buch und ich:

Die Geschichte der „Terranauten“ wie Boyle die Teilnehmer des Projekts nennt, wird rückblickend von drei Personen erzählt. Zum einen von zwei Terranauten: Ramsay, zuständig für Public Relations und der Nutztierwärterin Dawn, zum anderen von Linda, die zum erweiterten Kreis der „Auserwählten“ für diese Mission gehörte, nun jedoch Aufgaben außerhalb wahrnimmt um ihre Chancen für die Teilnahme an der nächsten Mission zu erhöhen.

Im ersten Teil des Buches, der die Zeit kurz vor dem Einschluss beinhaltet, erfahren wir, was die Anwärter für diese Mission auf sich nehmen und spüren die stärker werdende Anspannung je näher das große Ereignis rückt. Den Hauptteil bildet dann die Zeit in Ecosphere2 und am Schluss geht es um die erste Zeit nach dem Wiedereintritt in die reale Welt.

Dadurch, dass die Geschichte sowohl von innerhalb als auch von außerhalb von Ecosphere2 erizählt wird, bekommt man ein deutliches Bild von den Zusammenhängen, bezüglich der Größe dieses historischen Ereignisses, das dieses Projekt sein soll, dem Druck der von außen auf die Terranauten ausgeübt wird, sowie die Auswirkungen der Umstände auf alle Beteiligten. Die Charaktere selbst bleiben eher eindimensional, man kann  zu einem gewissen Grad Sympathien entwickeln, doch auf der anderen Seite gehen sie einem mit ihren Egotrips manchmal auch furchtbar auf die Nerven.

Als spannnend würde ich „Die Terranauten“ nicht bezeichnen, jedoch als fesselnd. Das Projekt, das diesem Roman als Kulisse dient, finde ich sehr interessant und auch faszinierend, auch wenn dieses „eines Tages werden wir auf dem Mars (oder sonstwo) leben“ extrem weit von meiner kleinen Welt ist. Während Freunschaften und Beziehungen in unserem Leben oft einen hohen Stellenwert haben und wir nicht selten kompromissbereit sind, um diese zu erhalten, haben die (jetzigen und zukünftigen) Terranauten dazu eine andere Einstellung. Linda und Dawn sind zwar irgendwie befreundet, jedoch sind sie auch Konkurrenten um den Platz in Ecosphere2. Dawn und Ramsay lieben sich – jedenfalls behaupten sie das – doch wenn es um die Mission geht oder letztendlich darum, was danach kommt, haben beide ihre eigene Vorstellung, die sie auch durchsetzen.

Das Buch war nicht das, was ich nach Inhaltsangabe erwartet hatte, aber in diesem Fall war ich absolut positiv überrascht – auch wenn ich als „Happy-End“-verwöhnte Leserin anfangs etwas mit dem Ende gehadert habe. Es wird definitiv einen dauerhaften Platz in meinem Bücherregal bekommen und wenn mich jemand nach einem guten Buch fragt…

Lest „Die Terranauten“ von T.C. Boyle