Sonntag, 15. Oktober 2017

Andreas Steinhöfel - Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch

https://www.carlsen.de/hardcover/rico-oskar-und-das-vomhimmelhoch-rico-und-oskar-/61384


Reihe: Rico & Oskar #4
Verlag: Carlsen
Erscheinungsdatum: 29. September 2017
Seiten: 272
ISBN: 978-3-551-55665-3
Preis: 14,99 €
Altersempfehlung: ab 10 Jahre









Inhalt:

Weihnachten in der Dieffe: volles Programm und nichts läuft nach Plan! Die Bäume sind zwar geschmückt, aber wer mit wem feiert, wird noch einmal kräftig durchgemischt. Und warum verschwindet ständig so viel Essen – füttert Oskar da etwa noch jemanden mit durch? Als nun auch noch ein Schneesturm über Berlin hereinbricht und niemand mehr rauskann, ist das Chaos perfekt. Und keiner ahnt, dass auf Rico und Oskar nicht nur eine, sondern gleich zwei große Überraschungen warten …


Das Buch und ich:

Da ich auch schon die ersten drei Bände dieser Reihe mit Begeisterung gelesen habe, durfte dieses natürlich auch nicht fehlen. Schnell war ich wieder in der Dieffe, umgeben von den vertrauten Bewohnern dieses Mehrfamilienhauses und vor allen Dingen bei Rico, der trotz seiner "Tiefbegabung" ein cleverer und sympathischer Junge ist.

Dieses Mal besteht die Geschichte aus zwei Handlungssträngen, von denen einer im Sommer beginnt und die am Ende beide zusammenfinden. Ansonsten ist der Autor seinem Stil treu geblieben, Rico verdreht Wörter und für ihn schwierige Begriffe erklärt er sich selbst auf kleinen Notizzetteln.

Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen, meistens schmunzelnd, auch wenn es um ernstere Dinge ging, zum Beispiel das Problem, dass Rico zwischen seinen neuen Freunden und Oskar steht und sich nicht erklären kann, warum er nicht mit allen befreundet sein kann und sich statt dessen entscheiden soll.

Kurz gesagt, man kann mit diesem Buch ganz prima gemütlichen (Ricos Übersetzung für hygge), denn es ist nicht nur für Kinder sondern auch für Erwachsene sehr lesenswert.

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Rachel Gibson - Küssen gut, alles gut

https://www.randomhouse.de/ebook/Kuessen-gut-alles-gut/Rachel-Gibson/Goldmann-TB/e399195.rhd


Originaltitel: Run to you
Genre: Chick-Lit
Reihe: Lovett, Texas #4
Verlag: Goldmann
Erscheinungsdatum: 17. März 2014
Seiten: 288
ISBN: 978-3442477517
Preis: nur noch gebraucht oder als eBook erhältlich








Inhalt:

In Stella Leons Leben läuft gerade alles schief: Ihr schmieriger Chef Ricky de Luca wollte ihr zu nahe kommen, als ein Unbekannter ihn kurzerhand niederschlägt. Ricky ist ein gewalttätiger Ganove, der das nicht auf sich sitzen lassen wird. Stella bleibt also nichts anderes übrig, als Beau Jungers Angebot anzunehmen und mit ihm zu fliehen. Als sie herausfindet, dass Beau nicht zufällig vor Ort war, sondern den Auftrag hatte, sie zu ihrer Familie in das texanische Städtchen Lovett zu bringen, ist Stella außer sich. Wieso mischt sich dieser muskelbepackte Schönling in ihr Leben ein? Doch Ricky ist ihr dicht auf den Fersen, und ein ungebetener Retter in der Not ist immer noch besser als gar keiner ...


Das Buch und ich:

Stella hat es so schon nicht leicht im Leben. Ihre Mutter lebt von dem Geld, das ihr Vater für sie angelegt hat, ihr Vater hat sich nie für sie interessiert und Stella kann gerade so von dem Geld leben, dass sie in einer Bar verdient. Sie kann einem leid tun, denn sie hat niemanden, der auf ihrer Seite ist. Trotzdem kann man nicht so recht Mitleid mit ihr haben, denn im Grunde genommen ist sie ja selbst Schuld. Wenn man sich gegen blöde Anmachen von Barbesuchern wehren kann, sollte man sich doch auch gegen die eigene Mutter durchsetzen können. Die Geschichte an sich plätschert mehr vor sich hin, es gibt keine besonders herausragenden Szenen, weshalb ich es stellenweise etwas langweilig fand.

Aber wenn man etwas leichtes für nebenbei sucht, dann ist man  hier genau richtig, obwohl es bessere Geschichten von der Autorin gibt.

(Rezension) Harriet Reuter-Hapgood - Ein bisschen wie Unendlichkeit

http://www.fischerverlage.de/buch/ein_bisschen_wie_unendlichkeit/9783737340335


Genre: Jugendbuch
Originaltitel: The Square Root of Summer
Verlag: Fischer Verlage
Erscheinungsdatum: 23. Februar 2017
Seiten: 384
ISBN: 978-3-7373-4033-5
Preis: 16,99 €
Altersempfehlung: ab 14 Jahre






Inhalt:

Als die Ferien anfangen, möchte Gottie eigentlich nur unter dem Apfelbaum liegen, in die Sterne schauen und über das Universum nachdenken. Sie kennt jede Theorie zu Raum und Zeit und kann alles mit einer Formel erklären.
Außer, warum ihr bester Freund Thomas, der vor einigen Jahren weg­gezogen war, plötzlich wieder auftaucht. Warum niemand ihre Verzweiflung über den Tod ihres Großvaters Grey versteht. Und warum sie in Flashbacks ganze Szenen ihres Lebens erneut durchlebt. Verliert sie den Verstand oder wird sie wirklich in die Vergangenheit versetzt? Und wie kann sie in der Gegenwart bleiben – bei Thomas, dessen Küsse ihr Universum verändern


Das Buch und ich 

Grundsätzlich bin ich ja ein Fan von Charakteren mit ungewöhnlichen Hobbies und die übers Leben philosophieren, aber hier war ich doch recht verwirrt.

Dass es in der Geschichte um diesen Sommer geht und zwischendurch gedankliche Abstecher in die Vergangenheit gemacht werden, dem konnte ich folgen, auch wenn die Übergänge oft fließend waren und man sich erstmal zurechtfinden musste. Aber die Sache mit den Wurmlöchern war mir dann doch etwas zuviel und ich konnte es nicht so recht mit der Geschichte zusammenbringen.

Es war durch die komplizierten Gedankengänge der Protagonistin eher ein mittelmäßiges Lesevergnügen.

Rowan Coleman - Zwanzig Zeilen Liebe

https://www.piper.de/buecher/zwanzig-zeilen-liebe-isbn-978-3-492-30994-3


Originaltitel: We are all made of Stars
Genre: Roman
Verlag: Piper
Erscheinungsdatum: 12. Januar 2017
Seiten: 416
ISBN: 978-3-492-30994-3
Preis: 9,99 €








Inhalt:

Sorg dafür, dass dein Vater sich wieder verliebt. Iss jeden Tag Gemüse. Trau keinem Mann mit übermäßigem Bartwuchs. Tanz auf meiner Beerdigung zu Dean Martin. Nacht für Nacht bringt Stella diese und andere Zeilen zu Papier. Die Hospizschwester schreibt Abschiedsbriefe im Auftrag ihrer schwer kranken Patienten und überreicht deren Nachrichten, nachdem sie verstorben sind. Bis sie einen Brief verfasst, bei dem sie keine Zeit verlieren darf. Denn manchmal lohnt es sich zu kämpfen: Für die Liebe. Für das Glück. Für den einen Moment im Leben, in dem die Sterne am Himmel ein wenig heller leuchten …


Das Buch und ich:

Ich hatte das Buch schon eine ganze Weile im Regal und bin nun endlich dazugekommen, es zu lesen. Ich hatte erwartet, dass die Briefe etwas mehr im Vordergrund stehen, statt dessen verfolgt man als Leser mehr die Geschichten von Stella, Hope und Hugh, deren Schicksale auf unterschiedliche Weise ins Hospiz führen.

Die Charaktere sind mir schnell ans Herz gewachsen und waren so echt und unaufdringlich dargestellt, dass ich gar nicht anders konnte als mit ihnen zu fühlen und zu hoffen, dass sich am Ende alles zum Guten wenden würde.
Obwohl das Thema Abschied und Sterben über allem schwebt, ist dieses Buch vor allem eins über das Leben. Es zeigt, dass Menschen oft geneigt sind, das negative zu sehen und darüber zu vergessen, dass es so viel schönes gibt was das Leben lebenswert macht.

In gewisser Weise verleitet es den Leser auch dazu, mal einen genaueren Blick auf sein eigenes Leben zu werfen. Ich habe sowohl darüber nachgedacht, was in meinem letzten Brief stehen würde, als auch darüber, welche positiven Aspekte meines Lebens ich wohl übersehe während ich mich über Nebensächlichkeiten ärgere.

Das Buch hat mir wirklich gut gefallen und ich kann es wärmstens empfehlen.

Samstag, 30. September 2017

(Rezension) Jochen Till - Luzifer junior: Zu gut für die Hölle

https://www.loewe-verlag.de/titel-0-0/luzifer_junior_zu_gut_fuer_die_hoelle-8091/



Genre: Kinderbuch
Reihe: Luzifer junior #1
Verlag: Loewe
Erscheinungdatum: 13. März 2017
Seiten: 224
ISBN: 978-3-7855-8366-1
Preis: 12,95 €
Altersempfehlung: ab 10 Jahren







Inhalt:

Luzifer junior lebt als Sohn des Teufels in der Hölle und soll den „Laden“ einmal übernehmen. Pech nur, dass sein Papa findet, Luzie sei für den Job noch viel zu lieb. Prompt schickt er ihn zum Praktikum auf die Erde. Denn wo bitte schön kann man das Bösesein besser lernen, als bei den Menschen? So landet Luzie im Sankt-Fidibus-Institut für Knaben. Da soll er sich bei Torben und seiner Bande abgucken, wie man so richtig fies und gemein sein kann. Die Frage ist nur, ob Luzie das überhaupt will!


Das Buch und ich:

Was für eine tolle Idee für ein Kinderbuch. Luzifer junior hat es wirklich nicht leicht mit seinem Vater. Er versucht zwar, böse zu sein, aber irgendwie kommt am Ende trotzdem oft noch etwas gutes dabei raus.

Man kann sich gut in Luzie - wie er von seinem Vater genannt wird - hineinversetzen. Wobei ich diesen Spitznamen etwas ungünstig finde, da ich den Namen Luzie mit Mädchen verbinde. Aber ansonsten mochte ich Luzie sofort. Da er auf dem Internat ja ein "normaler" Junge ist, muss er dort erstmal lernen wie es ist, ein Mensch zu sein, was ihm einige Probleme macht und zu lustigen Situationen führt.

Das Buch ist einfach und witzig geschrieben und mit kleinen Illustrationen aufgelockert. Durch den etwas größeren Druck wird das Lesen leicht gemacht und die Länge der Kapitel ist okay. Ich glaube, dass Kinder sich in vielen Situationen wiederfinden können und schneller erkennen, dass es unterschiedliche Formen des "Bösen" gibt.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich kann es mit gutem Gewissen empfehlen.

Freitag, 29. September 2017

(Rezension) Carly Phillips - Küss mich, Kleiner!

https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Kuess-mich-Kleiner/Carly-Phillips/Heyne/e233779.rhd#biblios



Originaltitel: Under the Boardwalk
Verlag: Heyne
Erscheinungsdatum: 03. Dezember 2007
Seiten: 352
ISBN: 978-3-453-58043-5
Preis: 9,99 €









Inhalt:

Auf der Suche nach ihrer verschwundenen Zwillingsschwester Zoe trifft die Psychologin Ariana Costas den attraktiven Quinn Donovan. Lange weiß sie nicht, dass er und Zoe als Undercoveragenten fürs FBI arbeiten. Ari und Quinn verlieben sich ineinander und suchen gemeinsam nach Zoe. Wurde sie entführt oder ist sie einer Verschwörung zum Opfer gefallen?


Das Buch und ich:

Wieder einmal ein Buch aus der Kategorie "leichte Lektüre" für den Urlaub oder für entspannte Lesestunden auf der heimischen Couch.

Die Charaktere sind wie erwartet, nicht besonders vielschichtig und deren Verhalten wirkt manchmal unüberlegt und zum Teil auch kindisch/trotzig.  Trotzdem fand ich die Geschichte recht unterhaltsam und hatte bei manchen Stellen das Gefühl, dass es, mit wenigen Veränderungen, in einen Krimi mit Love-Story verwandelt werden könnte. Allerdings fand ich es auch sehr beruhigend, dass ich mir sicher sein konnte, dass nichts besonders schlimmes passieren kann was das Happy End gefährdet hätte.

Kurzweilig und dank der schrägen Familie der Protagonistin auch ganz witzig.

(Rezension) Derek Landy - Demon Road: Hölle und Highway

https://www.loewe-verlag.de/titel-0-0/demon_road_hoelle_und_highway-7869/


Genre: Fantasyy
Reihe: Demon Road #1
Originaltitel: Demon Road
Verlag: Loewe
Erscheinungsdatum: 19. September 2016
Seiten: 480
ISBN: 978-3-7855-8508-5
Preis: 19,95 €
Altersempfehlung: ab 14 Uhr







Inhalt: 

Amber Lamont ist gerade 16 Jahre alt, als sie feststellen muss, dass ihre eigenen Eltern sie gerne zum Abendessen verspeisen möchten. Nur so könnten sie ihre Kräfte wieder aufladen. Alles klar: Ambers Eltern sind waschechte Dämonen.
Seitdem ist Amber auf der Flucht. Quer durch die USA ist sie auf der Demon Road unterwegs, einem magischen Straßennetz, das unheimliche Orte und schauerlichste Wesen miteinander verbindet. Sie trifft auf Vampire, Hexen und untote Serienkiller und erfährt nach und nach, was für teuflische Fähigkeiten in ihr stecken ...


Das Buch und ich:

Ich habe das Buch im letzten Jahr gekauft und habe es bis jetzt nicht geschafft, es zu lesen. Jetzt bin ich endlich dazu gekommen und muss sagen: meine Buchhändlerin hat nicht übertrieben als sie mir davon vorgeschwärmt hat.

Die Charaktere sind sehr unterschiedlich. Amber ist mit ihrem "neuen" Ich etwas überfordert, was nachvollziehbar ist da sie ja nicht darauf vorbereitet war. Milo ist der Erfahrene, den nichts aus der Ruhe zu bringen scheint, und Glen ist etwas überdreht. Auch die anderen Charaktere haben ihre Eigenheiten, so dass es nie langweilig wird.

Aber langweilig wird es sowieso nicht. Schließlich ist Amber auf der Flucht vor ihren Eltern und hat auf diesem Roadtrip allerhand Probleme zu bewältigen. Mit Hilfe ihrer neuen Fähigkeiten und ihrer Freunde.

Mir gefällt an diesem Buch aber auch der Sarkasmus und der trockene Humor sehr gut, weil ich das auch im wahren Leben mag, was leider nicht jeder versteht.

Wer nicht so auf abgebissene Finger und ähnlich blutrünstige Dinge steht, sollte jedoch lieber die Finger von diesem Buch lassen.

(Rezension) J.R. Ward - Bourbon Sins

https://www.luebbe.de/lyx/buecher/sonstiges/bourbon-sins/id_6111904


Genre: Liebesroman
Reihe: Bourbon Kings #2
Verlag: Lyx
Erscheinungsdatum: 28. Juni 2017
Seiten: 536
ISBN: 978-3-7363-0401-7
Preis: 12,90
Altersempfehlung: ab 16 Jahre








Inhalt:

Nach dem Tod des Familienoberhaupts hängt die Bourbon-Dynastie der Bradfords am seidenen Faden. Der Patriarch hat nicht nur das Unternehmen hoch verschuldet hinterlassen, nun entpuppt sich sein vermeintlicher Selbstmord auch noch als Mord. Unter Verdacht gerät der älteste Sohn Edward, den sein Vater um alles gebracht hat, was die Zukunft für ihn bereithielt. Während sein jüngerer Bruder Lane alles daran setzt, das Familienunternehmen zu retten, liegt das Schicksal der Bradford Bourbon Company nun ausgerechnet in den Händen ihrer größten Konkurrentin, der Frau, die Edward über alles liebt, aber unerreichbar für ihn scheint …


Das Buch und ich:

Während ich im ersten Teil ja noch etwas Probleme mit den vielen Leuten hatte, kam ich hier von Anfang an gut zurecht. Auch die Handlung an sich wirkte auf mich nachvollziehbarer. Ich hatte angenommen, dass es sich in diesem Teil mehr um Edward drehen würde, was es ja theoretisch auch tut, da er unter Verdacht gerät, seinen Vater umgebracht zu haben. Aber da Lane im ersten Teil schon sein privates "Happy End" hatte, dachte ich irgendwie, dieses Mal sei Edward dran.

Wie auch immer, der zweite Teil hat mir deutlich besser gefallen als der erste und ich war fasziniert darüber wie wenig aufregendes hier letztendlich passiert und es trotzdem auf den über 500 Seiten kein bisschen langweilig wurde.

Ich freue mich auf den dritten Teil, es gibt ja noch einige offene Fragen.

Donnerstag, 28. September 2017

(Rezension) Abbi Glines - You were mine

https://www.piper.de/buecher/you-were-mine-unvergessen-isbn-978-3-492-30621-8


Originaltitel: You were mine
Genre: New Adult
Reihe: Rosemary Beach #9
Verlag: Piper
Erscheinungsdatum: 08. Dezember 2014
Seiten: 272
ISBN: 978-3-492-30621-8
Preis: 8,99 €









Inhalt:

Tripp ist genau dort, wo er nie sein wollte: zurück in Rosemary Beach. Zu viel erinnert ihn hier an seine Vergangenheit, die er hinter sich lassen wollte. Deshalb hat er allem vor langer Zeit den Rücken gekehrt. Aber jetzt ist er zurück, und viel zu oft läuft er Bethy über den Weg, die er ebenfalls nie wieder sehen wollte. Doch mit jedem Tag, den er in Rosemary Beach verbringt, spürt er, dass es ihm schwerer fällt, diesen Ort erneut zu verlassen – ebenso wie Bethy


Das Buch und ich 

Wie alle Bücher der Rosemary-Beach-Serie geht es auch hier um große Gefühle und Schicksalsschläge, gewürzt mit einer Prise Erotik. Wer die Bücher kennt, dem sind Rosemary und ein Teil der Charaktere vertraut, doch auch wenn dieses das erste Buch ist, welches man von der Autorin liest, findet man sich schnell zurecht.

Tripp ist ein Mann zum Verlieben. Er hatte den Mut sich gegen seinen Vater aufzulehen und hat Rosemary Beach verlassen um sich selbst etwas aufzubauen damit er Bethy etwas bieten kann. Doch er hat ihr kein Wort gesagt und ist einfach verschwunden. Deshalb kann er ihr Verhalten ihm gegenüber nachvollziehen. Doch auch Bethy ist ein liebenswerter Charakter. Sie hat einiges durchgemacht und versucht durch ihr abweisendes Verhalten nur, sich selbst vor weiteren Verletzungen zu schützen.

Wenn man angefangen hat zu lesen, ist man schnell in der Geschichte gefangen und es ist schwer, das Buch aus der Hand zu legen bevor es zu Ende ist.

Mittwoch, 27. September 2017

Arturo Pérez-Reverte - Der Preis, den man zahlt

http://www.suhrkamp.de/buecher/der_preis_den_man_zahlt-arturo_perez-reverte_17719.html


Originaltitel: Falcó
Verlag: Insel Verlag
Erscheinungsdatum: 11. September 2017
Seiten: 295
ISBN: 978-3-458-17719-7
Preis: 22,00 €









Inhalt:

Der Spion Lorenzo Falcó ist charismatisch, mit allen Wässerchen gewaschen und steht vor der waghalsigsten Mission seines Lebens. Es ist das turbulente Jahr 1936, und er hat den Auftrag erhalten, im südspanischen Alicante einen hochrangigen politischen Gefangenen zu befreien und vor dem sicheren Tod zu retten, eine kriegsentscheidende Aktion. Falcó hat drei Mitstreiter, darunter die undurchsichtige Eva Rengel. Man ist sich nie zuvor begegnet, muss sich aber absolut aufeinander verlassen können. Und während sie sich immer weiter in eine scheinbar bodenlose Situation aus Grausamkeit und Täuschung verstricken, kommen Falcó und Eva sich nahe. Gefährlich nahe, denn schon sehr bald wird deutlich, dass alle Beteiligten ein Doppelspiel betreiben.


Das Buch und ich

Der Klappentext versprach eine spannende Spionagegeschichte in den 30ern und ich hatte mich sehr gefreut, mal etwas zu lesen, das nicht meinen sonstigen Lesegewohnheiten ähnelt.

Es fiel mir schwer, in die Geschichte hineinzufinden, denn ohne geschichtliches Hintergrundwissen kommt man bei den unterschiedlichen Parteien und den vielen undurchsichtigen Operationen bei denen nicht ersichtlich ist, wer wofür verantwortlich ist, ordentlich ins Schleudern. Der Protagonist Falcó ist weder sympathisch noch ein greifbarer Charakter. Zu keinem Zeitpunkt war es für mich auch nur ansatzweise nachvollziehbar warum er diesen "Job" überhaupt macht und es scheint fast so, als wüsste er selbst es auch nicht. Eva taucht relativ spät in der Geschichte auf und ist ähnlich undurchsichtig wie Falcó, auch wenn ich ihr eher abgenommen habe, dass sie in ihrem Tun einen Sinn sieht.

Insgesamt fand ich dieses Buch mehr als enttäuschend. Es war nicht sonderlich spannend, der Protagonist war eher eine Marionette die hin- und hergeschoben wurde und es ist mir nicht gelungen eine Antwort auf die Frage "was will der Autor mit dieser Geschichte sagen?" zu finden.

Sollte mich jemand fragen ob man es lesen sollte, würde ich "Finger weg" antworten.

(Rezension) Elizabeth Craft/ Shea Olsen - Flower

https://www.randomhouse.de/Paperback/FLOWER/Elizabeth-Craft/cbt/e480563.rhd#biblios



Genre: Jugendbuch
Verlag: cbt
Erscheinungsdatum: 27. Juni 2016
Seiten: 288
ISBN: 978-3-570-16418-1
Preis: 12,99 €









Inhalt:

Die achtzehnjährige Charlotte hat keine Zeit für Jungs, sondern setzt all ihren Ehrgeiz auf die Zulassung an der Stanford Universität. Da tritt ein fremder Junge in ihr Leben, der geheimnisvolle Tate. Charlotte verliebt sich auf den ersten Blick und will nur noch eins: Tate. Und Tate will sie.

Dann der Schock: Tate ist nicht irgendwer, sondern ein Superstar, der bekannteste Sänger seiner Generation. Und er hat dem Rampenlicht – und Beziehungen – den Rücken gekehrt. Doch die Anziehungskraft zwischen Charlotte und Tate ist so stark wie das Schicksal selbst


Das Buch und ich

Okay, Superstar und Blumenmädchen ist jetzt vielleicht nicht das allerneueste Thema für eine Liebesgeschichte, doch ich hoffe jedes Mal, dass jemand daraus einen Knaller macht.

Der Anfang hat mir soweit ganz gut gefallen, ich konnte Charlottes Verhalten gut verstehen, das es ja durch ihre Familiengeschichte begründet sind und dass Tate Charlottes Privatleben schützen will, ist auch nachvollziehbar. Doch irgendwann kommt man an den Punkt, an dem sich alles nur noch im Kreis dreht. Charlotte ist ihrer Familie gegenüber nur noch aufsässig und bockig wie ein kleines Kind, Tate macht auf großen Geheimnisträger und stößt Charlotte ohne nachvollziehbare Begründung von sich. Er bereut und geht erneut auf sie zu, sie lässt sich auf ihn ein bis er sie wieder von sich stößt.
Zunächst mal stellt sich mir dann die Frage, wie oft man sich ein derartiges Verhalten gefallen lässt. Wahrscheinlich öfter als einem lieb ist wenn es einen wirklich erwischt hat. Aber in einem Roman erwarte ich entweder eine schnellere "Einsicht" oder eine nachvollziehbare Erklärung dafür, warum eben keine Entscheidung gefällt wird. Was mich in diesem Buch allerdings am meisten stört ist, dass man im Laufe der Zeit zwar Charlottes Geschichte kennt und ihr Verhalten größtenteils nachvollziehen kann, aber Tate total undurchsichtig bleibt. So wie Charlotte wollte auch ich als Leser wissen, warum Tate sich so verhält, wie er es tut. Doch leider sieht man bei ihm bis zum Ende nicht, dass er sich wirklich weiterentwickelt.

Im Großen und Ganzen eine nette Geschichte, die für mich aber ein paar Störpunkte zuviel hatte.

(Rezension) Elizabeth LaBan - So wüst und schön sah ich noch keinen Tag

https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/so-wuest-und-schoen-sah-ich-noch-keinen-tag/978-3-446-25082-6/


Originaltitel: Tragedy Paper
Verlag: Hanser Verlag
Erscheinungsdatum: 01. Februar 2016
Seiten: 288
ISBN: 978-3-446-25082-6
Preis: 16,90 €
Altersempfehlung: ab 13 Jahre









Inhalt:

Im renommierten Irving-College ist es Tradition, seinem Zimmer-Nachfolger eine Überraschung zu hinterlassen. Duncan findet besprochene CDs seines Vorgängers Tim, die eine traurige Liebesgeschichte offenbaren. Tim, der als Albino meist zum Opfer von Anfeindungen und Mobbing wird, verliebt sich darin in die begehrenswerte Vanessa. Mit ihr fühlt er sich das erste Mal nicht als Außenseiter. Trotzdem fehlt ihm der Mut, ihr seine Gefühle zu gestehen. Ein Mangel an Selbstbewusstsein, der zum tragischen Unglück führt. Für Duncan ist Tims Geschichte aber der Anstoß, endlich den entscheidenden Schritt in Richtung Liebe zu tun.


Das Buch und ich

Vom ersten Moment an hat mich dieses Buch gefesselt. Ich bin eigentlich kein großer Fan von Internatsgeschichten, weil dort oft zu viele Klischees bedient werden und dadurch die Geschichte vorhersehbar und langweilig wird, aber dieses Buch war anders. Klar geht es auch um das Leben im Internat und den Traditionen, aber vor allem um Veränderungen im Leben. Um das Erwachsen werden.

Duncan ist nicht gerade begeistert davon, dass er das kleinste und abgelegenste Zimmer bekommt und erst Recht nicht davon, dass ausgerechnet Tim vorher in diesem Zimmer gewohnt hat. Er weiß von Tims Geschichte, wobei nicht klar ist, wieviel er weiß. Auch von der Überraschung ist er nicht allzu begeistert, lässt sich aber doch darauf ein, sich Tims Geschichte anzuhören. Als Leser wird man von Tim ebenso in den Bann gezogen wie Duncan. Und man ist ähnlich genervt von den zwangsläufigen Unterbrechungen durch Essen, Unterricht oder die Freunde. Doch auch wenn man ahnt, dass Tims Geschichte kein gutes Ende hat - weil dies auch immer wieder durch Duncan angedeutet wird -  will man wissen, was passiert ist. Nebenbei erfährt man auch, was Tims Geschichte bei Duncan auslöst. Ihn beschäftigt das, was passiert ist und er fragt sich, ob es denn zwangsläufig notwenig ist, dass man immer jemanden übertrumpfen muss, um etwas zu erreichen oder ob man nicht einfach mal auf sich selbst hören sollte und das tun, was man selbst für richtig hält.

Eine sehr bewegende Geschichte, die ich jedem nur ans Herz legen kann.

Samstag, 23. September 2017

Funkelnder Leseabend

Im Rahmen der Edelstein-Challenge, gibt es heute einen Leseabend, bei dem ich mitmache. Organisiert wird er von Bianca von Prowling Books und *hier* ist ihre Seite dazu







Natürlich gibt es im Laufe des Abends auch ein paar Fragen, die ich hier beantworten werde. Also, los gehts...


Frage 1
Welches Buch bzw. welche Bücher möchtest du heute lesen und hast du dir ein bestimmtes Ziel vorgenommen? X Seiten, bis Kapitel X, Buch beenden...? =)

https://www.loewe-verlag.de/titel-0-0/demon_road_hoelle_und_highway-7869/

Ich starte mit "Demon Road" von Derek Landy und ärgere mich gerade, dass ich gestern den zweiten Band nicht sofort aus der Bücherei mitgenommen habe.
Ein bestimmtes Ziel habe ich mir nicht vorgenommen. Ich lese einfach so lange ich Lust habe und schaue, wie weit ich komme.







Frage 2
Welches Buch hat dich zuletzt so richtig begeistert bzw. enttäuscht? Fasse das Buch in 3 Adjektiven zusammen, ohne uns zusätzlich zu sagen was deine Meinung ist und lass uns ein wenig raten. =)

Ich habe mich für "Morgen lieb ich dich für immer" von Jennifer L. Armentrout entschieden



1. authentisch
2. bewegend
3. fesselnd


Wie wahrscheinlich nicht so schwer zu erraten war, hat mir dieses Buch gut gefallen - es steht bislang an erster Stelle meiner Lieblingsbücher des Jahres.




update:
Bei "Demon Road" bin ich mittlerweile bei Kapitel 31 angelangt, also auf Seite 261/478 (okay, ich bin zum Leseabend mit Kapitel 21 gestartet). Die Charaktere sind verschieden und man lernt sie immer besser kennen. In einer Szene hatte ich so einen "oh Gott, wie kann man bloß so blöd sein?"-Moment, aber das war ein kleiner Ausreißer, den ich erstmal verzeihen werde, weil es mir das Buch sonst ganz gut gefällt.

Frage 3
 Hattet ihr in eurem aktuellen Buch bzw. euren aktuellen Büchern schon eine Lieblingsstelle oder ein schönes Zitat? Konnte euch etwas besonders berühren oder zum Lachen bringen?

Sagen wir es mal so, einer der Charaktere ist ein wenig nervig, wenn auch auf eine liebevolle Art, und ist manchmal etwas schwer von Begriff, das hin und wieder zu Momenten führt, die ich mit "Situationskomik" beschreiben würde (weil mir gerade kein passenderer Begriff einfällt)

update:
Ich bin jetzt bei Kapitel 44 und wäre vermutlich weiter gekommen, wenn ich nicht zwischendurch Hunger gehabt hätte :)

Frage 4
Draußen ist es mittlerweile dunkel, die Augen werden womöglich schwer und wir machen es uns so richtig gemütlich. Oder doch lieber im Stehen lesen um bloß nicht einzuschlafen? Erzähle uns von deinen liebsten Lesegewohnheiten an einem Herbst-/ bzw. Winterabend.

Am liebsten natürlich in eine kuschelige Decke gehüllt auf dem Sofa, im Ofen knistert das Feuer, und dann so richtig ins Buch abtauchen. Ich träume noch von einem dieser extra-breiten Sessel, der in meiner kleinen Bibliothek steht, aber das wird wohl noch eine Weile dauern.

update:
Ich habe Demon Road jetzt beendet. Es hat mir insgesamt ziemlich gut gefallen, allerdings fand ich das Ende etwas chaotisch.

 
Ich werde jetzt mit diesem Buch weitermachen. Ich habe die Reihe jetzt so lange ignoriert - länger geht es wohl nicht. Mal sehen wie es mir gefällt.









Frage 5
Die letzte Frage heute lautet: Wie liest du im Alltag? Machst du regelmäßig solche Marathons wie heute, einfach ein paar Stunden lesen, oder sind es im Alltag dann doch eher Häppchen und es summiert sich mit der Zeit? Wie oft und lange liest du normalerweise?

Das ist ganz verschieden. Momentan bin ich krank geschrieben, da lese ich wirklich viel und oft auch Stunden am Stück. Sonst nutze ich oft auch die kleinste Pause um ein paar Seiten zu lesen. Aber ich habe auch Phasen, in denen ich gar nicht lese - die sind aber eher selten.

update:
Erstes Kapitel von "Selection" beendet. Liest sich ja ganz gut. 

update (0:09 Uhr):
Bin mittlerweile bei Kapitel 7. Der Schreibstil ist so, dass ich förmlich durch die Zeilen fliege, aber ich werde wohl doch zeitnah im Bett verschwinden und morgen dann nochmal bei meinen Mitlesern durchgucken.
Gute Nacht. 

Montag, 18. September 2017

Ich bin Vielleser

Ich stöbere oft auf Bücherblogs herum und auch durch die Challenges an denen ich teilnehme fällt mir immer wieder auf, wieviel Zeit sich die Buchblogger fürs Lesen und ihren Blog nehmen. Ich weigere mich ein wenig, mich selbst als Buchblogger zu bezeichnen, weil ich die Aufmachung und Rezensionen der anderen wirklich toll finde und meine an diese bei weitem nicht heranreichen. Aber ich führe diesen Blog vor allem für mich selbst. Ich sehe ihn als digitales Notizbuch in dem ich die  Bücher festhalte, die ich lese.

Wenn ich mit Menschen spreche, denen ich so über den Weg laufe und wir das Thema "Lesen" anschneiden, sind die meisten eher beeindruckt über die Zahl der Bücher, die ich so lese. Spitze Bemerkungen, wie andere sie offenbar erhalten, erlebe ich eigentlich nie.

Trotzdem habe ich mir  nach dem Beitrag von Aleshanee mal die Fragen "geklaut", die sie wiederum bei Mellis Buchleben gefunden hat.

1. Woher nimmst du die Zeit zum Lesen? Hast du keine anderen Verpflichtungen?

Natürlich habe ich Verpflichtungen. Ich habe einen Job, einen Haushalt und hin und wieder möchten Familie und Freunde mich auch mal zu Gesicht bekommen (wobei letzteres bei mir eher ein Vergnügen als eine Pflicht ist). Aber die meisten von uns haben doch ein Hobby, für das sie sich mehr oder weniger Zeit nehmen - und mein Hobby ist das Lesen. Und aus eigener Erfahrung weiß ich, wieviel Zeit man zum Lesen haben kann, wenn man den Fernseher einfach mal aus lässt ;-)

2. Hast du die Bücher in deinem Regal alle gelesen?

Nein, aber die meisten. Und den Rest schaffe ich auch noch, die Bücher laufen mir ja nicht weg.

3. Kannst du dich an alle gelesenen Bücher erinnern?

Also, ich könnte sie jetzt nicht aus dem Gedächtnis aufsagen und den Inhalt im Detail wiedergeben, aber wenn ich ein Buch später in die Hand bekomme oder jemand davon erzählt, weiß ich relativ schnell ob ich es gelesen habe und wie es mir gefallen hat.

4. Wie kannst du es dir finanziell leisten, so viel zu lesen?

Da ich nicht zu den Menschen gehöre, die immer nur die allerneuesten Bücher lesen, ist es finanziell nicht so problematisch. Ich leihe mir viel in Büchereien (auch eBooks), dazu kommen öffentliche Bücherschränke, Bücherflohmärkte, Geschenke, Mängelexemplare, Gewinne von Internetportalen und hin und wieder kaufe ich sogar mal ein neues Buch.

5. Brichst du Bücher ab? Hast du dann nicht Angst, etwas zu verpassen?

Ich breche Bücher selten ab. Irgendwie habe ich auch bei Büchern die mir nicht gefallen meistens noch die Hoffnung, dass wenigstens ein gutes Ende dabei rauskommt. Früher habe ich mich immer bis zum Ende durchgequält, aber inzwischen bin ich so weit, dass ich meine kostbare Lesezeit nicht mehr von schlechten Büchern stehlen lasse. Außer bei Rezensionsexemplaren - die lese ich natürlich bis zum Ende.

6. Liest du Bücher quer?

Nein. Wenn das Buch mich begeistert, will ich es ausgiebig genießen. Wenn ich das Buch furchtbar finde, lege ich es wieder weg.

7.  Liest du kurze Bücher nur wegen der Statistik?

Nein. Für mich ist es im Prinzip egal, ob ein Buch 100 oder 1000 Seiten hat. Es ist nur manchmal so, dass ich ein dickes Buch etwas länger im Regal lasse weil ich gerade zig Dinge im Kopf habe und deshalb "leichte" Lektüre bevorzuge, die oft eher so um die 300 Seiten hat.

8. Üben die Challenges, an denen du teilnimmst, keinen Druck auf dich aus?

Jein. Klar wähle ich meine Bücher auch so aus, dass sie zur Challenge passen. Aber wenn ich gerade wirklich Bock auf etwas habe, dass in keine Challenge passt, dann lese ich das trotzdem. Lesen soll ja Spaß machen. Allerdings gibt es bei den meisten Challenges eine Deadline zum Rezensionen schreiben, da komme ich des Öfteren in Zugzwang. Richtig stressen lasse ich mich davon jedoch nicht. Und es gibt ja auch noch "entspannte" Challenges wo keine Rezi-Pflicht besteht.

9. Ist Lesen ein Wettbewerb?

Für mich nicht. Lesen ist mein Hobby, meine Entspannungshilfe. Ich muss niemanden mit der Zahl meiner Bücher oder der gelesenen Seiten übertrumpfen - wozu? Nur damit ich sagen kann, dass ich der "bessere" Leser bin weil ich mehr habe? Davon habe ich nichts, es würde mir nur den Spaß verderben.

10. Hast du keine anderen Hobbys?

Doch. Eine Menge. Nähen und Häkeln. Kochen und Backen (wobei man das ja auch unter "Haushaltspflichten" zählen könnte). Briefe schreiben. Sport. Ich mache das alles nicht jeden Tag, so ist Abwechslung vorhanden und es gibt tatsächlich auch Tage, an denen ich kein Buch in die Hand nehmen mag.

Mittwoch, 13. September 2017

(Rezension) Brittany Cavallaro - Holmes und ich

https://www.dtv.de/buch/brittany-cavallaro-holmes-und-ich-die-morde-von-sherringford-71771/



Reihe: Holmes und ich #1
Originaltitel: A Study in Charlotte
Verlag: dtv
Erscheinungsdatum:19. Februar 2016
Seiten: 368
ISBN: 978-3-423-71771-7
Preis: 9,99 €

Altersempfehlung: ab 14 Jahre






Inhalt:

Drei Dinge will Jamie Watson partout vermeiden, als er gegen seinen Willen auf ein Internat an der Ostküste der USA geschickt wird:
1. Dort auf die charismatische Charlotte Holmes zu treffen, Nachfahrin des legendären Sherlock, die allerorten für ihren komplizierten Charakter und ihr detektivisches Genie bekannt ist.
2. Sich in besagte Charlotte zu verlieben – natürlich unglücklich.
3. Gemeinsam mit Charlotte in einen Mordfall verwickelt zu werden.
Doch dann wird Jamie von seinem Zimmergenossen zu einer Party mitgeschleift, auf der er Charlotte begegnet und sofort von ihr fasziniert ist. Kurz darauf geschieht ein Mord. Hauptverdächtige: Jamie Watson und Charlotte Holmes! Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als die Ermittlungen selbst in die Hand zu nehmen.


Das Buch und ich

Die Geschichte wird aus der Sicht von James erzählt. Ich würde nicht sagen, dass es das Lesen schwieriger macht, jedoch sind die meisten Bücher, die ich sonst lese, aus der Sicht einer weiblichen Protagonistin erzählt, weshalb ich hier hin und wieder ein wenig ins Schleudern kam.

Charlotte ist eine ziemlich eigensinnige Person und es fällt James schwer, sie einzuschätzen. Zunächst bekommt sie von ihm eine Art Vertrauensvorschuss, doch je mehr passiert umso unsicherer wird er, ob er ihr wirklich vertrauen kann. Letztendlich hört er jedoch auf sein Bauchgefühl, was ich sehr sympathisch fand. Überhaupt ist James ein echt netter Typ. Doch auch für Charlotte habe ich Sympathien entwickelt. Sie handelt zwar oft ohne James in ihre Pläne einzuweihen, jedoch tut sie das nie in böser Absicht, sondern weil sie meint, das Richtige  zu tun.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Ich bin schnell in die Geschichte abgetaucht und ehe ich mich versah, war ich (leider) auch schon durch.

(Rezension) J.R. Ward - Bourbon Kings

https://www.luebbe.de/lyx/buecher/sonstiges/bourbon-kings/id_6111288



Reihe: Bourbon Kings #1
Verlag: LYX
Erscheinungsdatum: 3. Januar 2017
Seiten: 528
ISBN: 978-3-7363-0322-5
Preis: 12,90 €









Inhalt:

Seit Generationen geben die Bradfords in Kentucky den Ton an. Der Handel mit Bourbon hat der Familie großen Reichtum und großes Ansehen gebracht. Doch als Tulane, der verlorene Sohn und Erbe des Imperiums, nach zwei Jahren des selbstauferlegten Exils auf das Familienanwesen Easterly zurückkehrt, droht die glänzende Fassade zu zerbrechen. Geplatzte Träume und die unerfüllte Liebe zu der Angestellten Lizzie King hatten ihn damals in die Flucht getrieben. Jetzt ist Lane wieder da - und mit ihm die Vergangenheit. Seine Rückkehr wird an niemandem spurlos vorübergehen: nicht an Lizzie, die ihr Herz um jeden Preis schützen will, nicht an Lanes schöner und eiskalter Ehefrau oder seinem älteren Bruder, dessen Zorn und Verbitterung keine Grenzen kennen. Und schon gar nicht an dem strengen Bradford-Patriarchen, einem Mann mit wenig Moral, noch weniger Skrupeln und vielen dunklen Geheimnissen. Während die Spannungen in der Familie wachsen, wird klar, dass sich das Leben auf Easterly für immer verändern wird.


Das Buch und ich

Schon wegen des Covers hatte das Buch im Laden meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen und auch der Klappentext hörte sich für mich sehr vielversprechend an.

Den Schreibstil der Autorin fand ich recht angenehm und leicht zu lesen, allerdings musste ich mich immer wieder umgewöhnen, da sie in der 3. Person aus der Sicht unterschiedlicher Charaktere schreibt, so dass man sich immer erstmal klar machen muss, um wen es gerade geht. Auch im Allgemeinen gab es viele unterschiedliche Charaktere, die man - ebenso wie ihre Beziehungen untereinander - im Blick haben musste, um das Ganze zu verstehen, wobei mir manchmal nicht klar war, ob sie überhaupt eine wichtige Rolle in der Geschichte spielen.

Die Geschichte an sich hat mir ganz gut gefallen, allerdings spielt sich das alles in einem recht kurzen Zeitraum ab, was es für mich eher unglaubwürdig macht. Vieles geht einfach zu schnell und gleichzeitig gibt es in den über 500 Seiten wenig "Action".

Insgesamt bin ich mit dem Buch jedoch recht zufrieden und werde sicher auch noch den nächsten Band lesen.

Montag, 11. September 2017

(Rezension) Susann Pásztor - Die einen sagen Liebe, die anderen sagen nichts

http://www.kiwi-verlag.de/buch/die-einen-sagen-liebe-die-anderen-sagen-nichts/978-3-462-04526-0/



Genre: Roman
Verlag: Kiepenheuer &Witsch
Erscheinungsdatum: 09. März 2013
Seiten: 256
ISBN: 978-3-462-04526-0
Preis: 9,99 €









Inhalt:

Das Schweigewochenende, das Mila auf Anraten ihrer Therapeutin besucht, wird zu einer echten Herausforderung: seltsame Menschen, die man nur stumm betrachten kann, unbequeme Sitzpositionen, exotische Anleitungen. Dazu die Stille, die so viele unerwünschte Einsichten bereithält. Und dann noch dieser Simon, der Mila überredet, ihn nach dem Seminar ein Stück mit dem Auto mitzunehmen.
Dass die Stille sie direkt in ein Hotelzimmer führen würde, haben die beiden nicht erwartet. Sie verbringen dort drei leidenschaftliche Tage und Nächte, begegnen sich mit rückhaltloser Offenheit und lassen sich ganz aufeinander ein. Und als sie sich so nah gekommen sind wie niemandem zuvor, beschließen sie, für immer auseinanderzugehen. Susann Pásztor erzählt einfühlsam, witzig und mit psychologischem Gespür von der großen Liebe – und von einer Frau, die alles daransetzt, damit sie doch nicht endet.


Das Buch und ich:

Die Geschichte wird in einem ruhigen Ton und mit einfachen Worten aus Milas Sicht erzählt. Ich konnte mich von Anfang an gut in sie hineinversetzen, vor allem an dem Schweigewochenende, auf dem sie sich zunächst so fehl am Platz vorkommt.

Die Zeit, die sie mit Simon im Hotel verbringt, zeigt eine andere Seite von Mila. Offen, ehrlich und verletzlich. Auch von Simon lernen wir diese Seite kennen und die Nähe zwischen den beiden ist direkt spürbar, wobei man als Leser immer daran erinnert wird, dass die Zeit, die beiden bleibt begrenzt ist.

Bis dahin war ich von diesem Buch restlos begeistert und auch die erste Phase nach der Trennung von Simon war für mich noch realistisch und nachvollziehbar. Den Rest des Buches fand ich jedoch zunehmend verwirrend und machte oft nicht so recht Sinn, das Ende kam sehr plötzlich und ich hatte das Gefühl, einfach sitzen gelassen zu werden.

Obwohl die Geschichte gut erzählt ist und sowohl Momente zum Schmunzeln als auch Momente  zum Nachdenken enthält, hat das Ende dem Gesamteindruck deutlich geschadet.

Mittwoch, 6. September 2017

Read'n'Talk Challenge: Die September-Bücher

https://www.rowohlt.de/taschenbuch/isabel-ashdown-sunday-girl.html

Inhalt:

Nach über zwanzig Jahren kehrt Sarah in das südenglische Küstenstädtchen East Selton zurück. Beim Jahrgangstreffen ihrer Schule wird sie alle wiedersehen: Lehrer, Mitschüler, Mädchenschwarm Dante. Und vor allem Kate und Tina. Ihre besten Freundinnen, damals. Alle werden wissen wollen, warum Sarah damals Hals über Kopf verschwand. Und so wandern Sarahs Gedanken zurück in das Jahr, in dem ihre jäh Kindheit endete. Zurück zu jenem Ereignis, das ihr Leben für immer veränderte ...







http://www.ullstein-buchverlage.de/nc/buch/details/liebe-findet-uns-9783548289557.html

Inhalt:

Es ist der eine letzte Sommer nach der Uni, bevor das echte Leben beginnt. Heather reist mit ihren zwei besten Freundinnen durch Europa. Sie liest Hemingway, lässt sich durch die Gassen der Altstädte treiben. Dass sie Jack begegnet, hätte sie nicht erwartet. Und schon gar nicht, dass sie sich unsterblich in ihn verliebt. Er folgt Stationen aus dem alten Reisetagebuch seines Großvaters. Es ist sein Ein und Alles, und Jack beginnt die Schätze daraus mit Heather zu teilen. Die beiden besuchen die unglaublichsten Orte und verbringen die schönste Zeit ihres Lebens. Bis Jack völlig unerwartet verschwindet. Heather ist verzweifelt, wütend. Was ist sein Geheimnis? Sie weiß: Sie muss ihn wiederfinden.



https://www.luebbe.de/lyx/buecher/sonstiges/bourbon-kings/id_6111288

Inhalt:

Eine mächtige Dynastie: skrupellose Machtspiele und verbotene Gefühle
Seit Generationen geben die Bradfords in Kentucky den Ton an. Der Handel mit Bourbon hat der Familiendynastie großen Reichtum und viel Anerkennung eingebracht. Doch hinter der glänzenden Fassade verbergen sich verbotene Liebschaften, skrupellose Machtspiele, Verrat, Intrigen und skandalöse Geheimnisse ...

Dienstag, 5. September 2017

(Rezension) Sophie Kinsella - Cocktails für drei

https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Cocktails-fuer-drei/Sophie-Kinsella/Goldmann-TB/e369862.rhd


Genre: Chick-Lit
Originaltitel: Cocktails for Three
Verlag: Goldmann
Erscheinungsdatum: 19. August 2013
Seiten: 352
ISBN: 978-3-442-47685-5
Preis: 8,99 €




Inhalt:

Drei junge Frauen arbeiten bei einem Londoner Magazin und treffen sich einmal im Monat, um bei ein paar Cocktails die letzten Neuigkeiten auszutauschen: Da ist die glamouröse, selbstbewusste Roxanne, die stets hofft, dass ihr heimlicher Liebhaber eines Tages seine Frau verlässt und sie heiratet. Die patente Maggie, die bisher noch alles im Leben perfekt gemeistert hat, bis ihre Mutterrolle sie zu überfordern droht. Und Candice – gutmütig und grundanständig. Zumindest glaubte sie das, bis eine alte Bekannte auftaucht, der Candice helfen möchte. Doch damit gerät ihr Leben komplett aus den Fugen. Aber zum Glück sind ja noch Roxanne und Maggie da ...


Das Buch und ich

Ehrlich gesagt, ging mir Candice mit ihrem "Schuldkomplex" mächtig auf die Nerven, vor allem, weil sie von der Möglichkeit, ihre vermeintliche Schuld wieder gut zu machen, so besessen ist, dass sie ihren langjährigen Freundinnen dadurch vor den Kopf stößt und vorbehaltlos ihrer neuen "Freundin" glaubt und deren Verhalten entschuldigt, auch wenn viele Zeichen auf etwas anderes hindeuten.
Natürlich habe auch Roxanne und Maggie Probleme, über die sie nicht reden wollen oder können, aber das fand ich als Leser wesentlich nachvollziehbarer und authentischer.

Ich habe zu Anfang ein wenig mit dem Buch gehadert - vor allem wegen Candice - doch mit der Zeit kam mehr "Geschichte" von Maggie und Roxanne dazu und alles fügte sich wunderbar ineinander. So hatte ich am Ende doch noch viel Freude an diesem Roman. Vieles ist zwar vorhersehbar, doch  manchmal braucht man ja solche Geschichten. Man hält Konflikte leichter aus wenn man weiß, dass am Ende alles gut wird.

Eine perfekte Urlaubslektüre.

(Rezension) Jenny Colgan - Die kleine Bäckerei am Strandweg

https://www.piper.de/buecher/die-kleine-baeckerei-am-strandweg-isbn-978-3-8333-1053-9



Genre: Roman
Verlag: Piper
Erscheinungsdatum: 01.Juni 2016
Seiten: 496
ISBN: 978-3-8333-1053-9
Preis: 9,99 €










Inhalt:

Es klingt fast zu gut um wahr zu sein - Polly wird ihr Hobby zum Beruf machen, und das in Cornwall, auf einer romantischen Insel mit Männerüberschuss. Genau die richtige Kur für ein leeres Konto und ein gebrochenes Herz. Aber die alte Bäckerei ist eine windschiefe Bruchbude, am Meer kann es sehr kühl sein, und der Empfang, den manche Insulaner ihr bereiten, ist noch viel kälter. Gut, dass Polly Neil hat, einen kleinen Papageientaucher mit gebrochenem Flügel. Doch bald kauft der halbe Ort heimlich ihr wunderbares selbstgebackenes Brot, und als sie Neil fliegen lassen soll, ist sie schon fast heimisch geworden. Nur das mit der Liebe gestaltet sich komplizierter als gedacht ...


Das Buch und ich

Laut Inhaltsangabe könnte man meinen, dass Polly freiwillig nach Cornwall geht und die Bäckerei eröffnet, doch ihre finanzielle Lage und die Trennung von ihrem Freund führen sie dorthin. Aber das nur am Rande.
Die Charaktere sind, trotz mancher Schrulligkeiten, sympathisch und liebenswert. Jeder hat kleine Macken und eine Vergangenheit, über die manchmal nicht gerne geredet wird und der Ort scheint trotz der Abgeschiedenheit recht idyllisch zu sein.

Die Geschichte liest sich leicht und ohne allzu große Aufregung. Sie wirkt auf mich relativ authentisch, mal abgesehen von den Konflikten, die ich hier eher als wenig aufregend empfunden habe - da hätte etwas deutlicherer "Krach" dem Buch etwas mehr Schwung verliehen.

Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, es eignet sich sehr gut als leichte Sommer- oder Urlaubslektüre.

Freitag, 1. September 2017

(Rezension) Stefan Ferdinand Etgeton - Das Glück meines Bruders

http://www.chbeck.de/Etgeton-Ferdinand-Glueck-Bruders/productview.aspx?product=20244636


Genre: Roman
Verlag: C.H. Beck
Erscheinungsdatum: 21. Juli 2017
Seiten: 240
ISBN: 978-3-406-71181-7
Preis: 19,95 €










Inhalt

Botho und Arno van Dijk machen einen letzten Abstecher ins belgische Doel, wo ihre Großeltern lebten und sie viele Feriensommer und Weihnachtsfeste ihrer Kindheit und Jugend verbracht haben. Sie möchten das vor dem Abriss stehende Haus noch einmal erleben und Botho hofft außerdem, seine Jugendliebe Lenie wiederzusehen.


Das Buch und ich

Das erste was einem auffällt, ist der Schreibstil. Während jedem Schreibanfänger erstmal eingetrichtert wird, dass er keine ellenlangen Sätze verwenden soll, tut der Autor hier genau das. Seine Sätze ziehen sich über diverse Zeilen, allerdings sind sie in einer einfachen Sprache verfasst so dass man sie leicht lesen kann. Das ist am Anfang gewöhnungsbedürftig, würde an sich den Lesefluss jedoch nicht stören.

Aber...

Die Geschichte wird aus der Sicht von Botho erzählt und dessen wirren Gedankengängen zu folgen ist schon eine echte Herausforderung. Anfangs schweift er oft von der Gegenwart in die Vergangenheit und gewährt dem Leser so einen Einblick in seine Kindheit. In diesem Abschnitt des Buches konnte ich mich gut in ihn hineinversetzen, vor allem, da wir in etwa dasselbe Alter haben, und es kamen auch oft Erinnerungen an meine Kindheit hoch.

Danach wurde es schwieriger. Arno macht seinem Bruder ein Geständnis, mit dem dieser nicht so recht klar kommt und das er zunächst verarbeiten muss. Das konnte ich noch nachvollziehen, aber danach wurde es zunehmend verwirrender. Bothos halbherzige Suche nach seiner Jugendliebe, die "voreheliche Panikattacke" von Arnos Verlobter, die ihre Auszeit ausgerechnet bei Botho verbringt (wieso eigentlich??) und ein Ausblick in Bothos Leben nach diesem Sommer.

Während ich zu Beginn der Geschichte noch  mit dem Ich-Erzähler sympathisierte wurde er im Verlauf zunehmend nervig. Ständig betont er, wie egal ihm alles ist obwohl die Tatsache, dass er manches einfach nicht loslassen kann, verrät, dass ihm eben nicht alles egal ist. Er gibt sich stark und selbstbewusst, ist aber im Grunde verlorener als sein Bruder, und man möchte ihn einfach mal schütteln und ihn anbrüllen. Ihm sagen, dass er sein Leben leben soll statt ständig in der Vergangenheit festzuhängen und nur darüber nachzudenken was wäre, wenn...

Am Ende des Buches saß ich ratlos da und fragte mich, was der Autor mir als Leser mit dieser Geschichte wohl sagen will. Ich habe keine Ahnung.

Freitag, 25. August 2017

(Rezension) Magnus Myst - Das kleine Böse Buch

http://www.ueberreuter.de/shop/9783764151249-das-kleine-boese-buch/


Genre: Kinderbuch
Verlag: Überreuter
Erscheinungsdatum: 18. August 2017
Seiten: 128
ISBN: 978-3-7641-5124-9
Preis: 12,95 €

Altersempfehlung: ab 8 Jahre








Inhalt:

Das kleine Böse Buch hat einen großen Traum: es will ein richtiges Böses Buch werden, ganz wie die Großen. Nur braucht es dafür die Hilfe des Lesers – als Versuchskaninchen -, um damit auf den richtigen … äh bösen Weg zu kommen! Und dann ist da auch noch Finster, der das Geheimnis der Bösartigkeit aufdecken und stehlen will.
Mit kniffligen Rätseln und schaurig-lustigen Geschichten, die das kleine Böse Buch für den Leser parat hat, bleibt selbst der größte Lesemuffel am Ball. Nur mit seiner Hilfe können die durcheinandergeratenen Seiten des kleinen Bösen Buches wieder in die richtige Reihenfolge gebracht und das Geheimnis der Bösartigkeit gelüftet werden


Das Buch und ich:

Zunächst mal fällt dieses Buch auf weil es klein und schwarz ist, mit einem Monstergesicht und auch der Titel macht neugierig. Man fragt sich als erstes, was ein "böses Buch" eigentlich ist.

Richtig böse ist das Buch natürlich nicht.
Dieses Buch macht Spaß.

Man fängt an zu Lesen und schon nach wenigen Seiten gibt es die erste Aufgabe. Wenn man sie richtig löst, wird man zu der Seite geführt auf der es weitergeht. Genau, es wird nicht der Reihe nach gelesen, sondern man springt geradezu durch das Buch. Hinzu kommen unterschiedliche Schriftarten und Farben, helle und düstere Zeichnungen und natürlich die Rätsel.

Das außergewöhnlichste Kinderbuch das ich kenne.
Sehr zu empfehlen.

(Rezension): Paula Hawkins - Into the water

https://www.randomhouse.de/Paperback/Into-the-Water-Traue-keinem-Auch-nicht-dir-selbst-/Paula-Hawkins/Blanvalet-Hardcover/e455642.rhd


Genre: Roman
Verlag: Blanvalet
Erscheinungsdatum: 24. Mai 2017
Seiten: 480
ISBN: 978-3-7645-0523-3
Preis: 14,99 €



Anmerkung: Ich habe das Buch als Hörbuch im englischen Original gehört, deshalb beziehen sich manche Sachen auch auf das Hörbuch und nicht ausschließlich auf den Inhalt




Inhalt:

»Julia, ich bin’s. Du musst mich anrufen. Bitte, Julia. Es ist wichtig …« In den letzten Tagen vor ihrem Tod rief Nel Abbott ihre Schwester an. Julia nahm nicht ab, ignorierte den Hilferuf. Jetzt ist Nel tot. Sie sei gesprungen, heißt es. Julia kehrt nach Beckford zurück, um sich um ihre Nichte zu kümmern. Doch sie hat Angst. Angst vor diesem Ort, an den sie niemals zurückkehren wollte. Vor lang begrabenen Erinnerungen, vor dem alten Haus am Fluss, vor der Gewissheit, dass Nel niemals gesprungen wäre. Und am meisten fürchtet Julia das Wasser und den Ort, den sie Drowning Pool nennen …

Das Buch und ich 

Wenn ich unterwegs bin, höre ich ganz gerne Hörbücher. Dieses gab es leider nicht als mp3, so dass fürs Hören nur der CD-Player zu Hause oder das Auto in Frage kamen, das empfand ich als kleinen Nachteil, da ich zu Hause durch viele andere Dinge abgelenkt werde und mich so nicht auf das Hörbuch konzentrieren kann und die Autofahrten meist nicht länger als 2 Stunden dauern.

Die Geschichte wird von diversen Personen erzählt, was zum Einen spannend ist, da man immer wieder zusätzliche Informationen bekommt, die man sonst nicht unbedingt hätte, auf der anderen Seite ist es aber auch schwierig, bei der Menge an Personen einen Überblick zu behalten. Es empfielt sich, sich bei diesem Buch einen kleinen Spickzettel zu machen, so kann man sich immer wieder schnell in Erinnerung rufen, mit wem man es gerade zu tun hat und in welchem Verhältnis die Personen zueinander stehen.

Ich war eine Weile etwas verwirrt (nicht nur durch die vielen Personen), da ich zunächst annahm, dass es sich bei diesem Fluss um einen "verfluchten" Ort handelt, an dem sich viele Menschen das Leben genommen haben. Mit der Zeit jedoch wurde dann der Zusammenhang klarer.

Nachdem das Buch über einen langen Zeitraum doch recht spannend war und ich mir diverse Varianten überlegt hatte, was denn nun am Ende dabei rauskommt, so war ich vom Ende selbst etwas enttäuscht. Klar machte es alles einen Sinn, ich fand es dann jedoch recht plötzlich im Vergleich zu der doch recht langsamen Entwicklung vorher.

Im Ganzen hat mir das Buch doch recht gut gefallen und mir ein paar unterhaltsame Stunden beschert, auch wenn ich der Meinung bin, dass es dem Buch ein paar Erzählcharaktere weniger ganz gut getan hätten.

Mittwoch, 23. August 2017

(Rezension) Die königlichen Kaninchen von London


Genre: Kinderbuch
Verfasser: Santa Montefiore & Simon Sebag Montefiore
Illustratorin: Kate Hindley
Verlag: Woow Books
Erscheinungsdatum: 04. August 2017
Seiten: 144
ISBN: 978-3961770014
Preis: 18,00 €
Altersempfehlung: ab 7 Jahre


Anmerkung: Woow Books ist ein neu gegründeter Verlag. Da ich keine Homepage gefunden habe, gibts keine Verlinkung (wird, wenn möglich, nachgeholt)



Inhalt:

Eigentlich ist Shylo das kleinste und ängstlichste Kaninchen weit und breit. Doch dann gerät ausgerechnet er in ein riesengroßes Abenteuer! Eine Bande von Ratten will die Königin von England im Nachthemd fotografieren und sie so vor der ganzen Welt lächerlich machen. Um den gemeinen Plan der Ratten zu verhindern, muss Shylo all seinen Mut zusammennehmen. Und er braucht die Hilfe der königlichen Kaninchen von London...

Das Buch und ich

Schon als ich das Buch in der Buchhandlung meines Vertrauens in die Hand gedrückt bekam, war ich vom Cover begeistert. Leuchtend blau, mit goldene Schrift und ebensolcher Verzierung sowie den liebevoll gezeichneten Kaninchen. Diese sehen nicht einfach nur niedlich aus wie in Bilderbüchern sondern - wie ich finde - irgendwie aristokratisch, auf jeden Fall sieht man ihnen auf den ersten Blick an, dass sie etwas besonderes sind.
Auch die sonstige Gestaltung des Buches fällt auf. Das große Format und vor allem das Gewicht fallen sofort auf.  Bevor die Geschichte los geht, werden alle wichtigen Kaninchen mit Portrait vorgestellt, die Kapitelüberschriften sind mit kleinen Zeichnungen verziert und auf jeder Seite finden sich die Abdrücke von Kaninchenpfoten. Eine große Schrift und deutlicher Zeilenabstand machen das Lesen ebenso leicht wie die einfachen Formulierungen.

Zur Geschichte.
Shylo muss eine Augenklappe tragen damit er irgendwann nicht mehr schielt und wird deshalb - und weil er so klein und schmächtig ist - von seinen Geschwistern aufgezogen, auch seine Mutter macht sich ständig Sorgen. Obwohl er sich oft nutzlos und überhaupt nicht mutig fühlt, ist er neugierig und besucht verbotenerweise ständig das Kaninchen Horatio, der ihm Geschichten von den königlichen Kaninchen erzählt. Horatio ist es auch, der Shylo ermutigt, sich auf den Weg nach London zu machen.
Ich glaube, dass Kinder sich gut in Shylo hineinversetzen können, denn schließlich wird jeder mal wegen etwas geärgert oder glaubt, dass man etwas nicht kann. Die Geschichte zeigt, dass man nicht groß und stark sein muss um mutige Dinge zu tun, sondern dass man auch Großes erreichen kann, wenn man klein und clever ist.
Kinder können es selbst lesen, es eignet sich aber auch als Vorlesebuch.

Das Buch ist spannend, mit tollen Zeichnungen und natürlich mit Happy End. Es ist zwar etwas teuer aber den Preis durchaus wert.



(Rezension) Simona Ahrnstedt - Alles oder nichts

https://www.luebbe.de/lyx/buecher/sonstiges/alles-oder-nichts/id_6098148



Originaltitel: En enda risk
Serie: Only One Night #3
Genre: Contemporary Romance
Verlag: Lyx
Erscheinungsdatum: 16. März 2017
Seiten: 697
ISBN: 978-3-8025-9947-7
Preis:15,00 €







Inhalt:

Ambra ist eine erfolgreiche Journalistin auf der Suche nach einer heißen Story. Tom ein ehemaliger Elitesoldat, dem Schreckliches zugestoßen ist.

Ambra muss an den Ort zurückkehren, an dem sie niemals wieder sein wollte.  Tom versucht hier, sich ins Leben zurück zu kämpfen.

In Kiruna, im Norden Schwedens, wo klirrende Kälte und ewige Dunkelheit herrschen, begegnen sich zwei Menschen, die auf der Flucht vor ihrer eigenen Vergangenheit sind. Zwei Menschen, die tiefe Wunden tragen. Und niemandem vertrauen.

Zwei Menschen, die von der Anziehungskraft, die zwischen ihnen herrscht, überwältigt werden.

Es kommt ihnen falsch vor. Und doch so beängstigend richtig.
Aber können sie einander wirklich heilen?
Oder wird ihre Liebe sie ein für alle Mal zerstören?


Das Buch und ich: 

Ich war im Urlaub und in Stimmung für etwas Romantisches, zu kitschig sollte es jedoch nicht sein. Da fiel mir dieses Buch in die Hände. Der Titel klang vielversprechend und der Klappentext versprach neben der Romantik auch etwas Spannung oder zumindest Schwierigkeiten, die überwunden werden müssen um ans Happy End zu gelangen.

Leider hielt das Buch wenig von dem, was es versprach. Der Ex-Elitesoldat mit dem Trauma und die Journalistin mit der furchtbaren Kindheit, daraus hätte man doch mehr machen können als ein fast 700 Seiten langes, sich wie Kaugummi ziehendes Buch in dem alles so plattgetreten wird, dass sogar die wenigen Stellen, an denen der Leser ein erotisches Knistern oder ein leichtes Unbehagen spüren sollte, einen nicht mehr so richtig packen können.

Die Charaktere bleiben, trotz interessanter Vergangenheit, eher flach, Probleme sind von einer auf die andere Seite gelöst ohne dass man erfährt wieso und das einzige, was ich am Ende immer noch mochte, war das Setting.

Schade.
Ich denke, wenn die Autorin es geschafft hätte, mich wenigstens emotional ein wenig zu packen, hätte ich über die nichtssagenden Kleinigkeiten hinwegsehen können und das Buch mehr gemocht.

Es ist ganz okay, aber dafür hätte man keine 700 Seiten gebraucht.

Montag, 31. Juli 2017

Read'n'Talk Challenge: Die August-Bücher

Für den August habe ich die Auswahl der Bücher unter das Motto "Urlaubslektüre" gestellt.


 Inhalt

Maeve ist es satt, dass alle denken, sie sei mit ihren 25 Jahren noch nicht richtig erwachsen. Sie wird es ihnen zeigen. Nichts wie rein in ihre heißgeliebte rote Schrottbeule, um in L. A. ihr Glück zu finden. Aber auf halber Strecke muss sie feststellen: Zweite Chancen sind nur gut, wenn man sie auch erkennt. Es gehört Mut dazu, zum Glück Ja zu sagen, wenn man dem Krebs ein Schnippchen geschlagen hat. Her mit ein wenig Nachhilfe im Leben und im Lieben!

(Da das Buch nicht mehr aufgelegt wird, gibt es hier keinen Link)





https://www.rowohlt.de/buch/Shari_Shattuck_Tage_wie_Salz_und_Zucker.3113374.html

Inhalt:

Ellen Homes liebt es, ihre Mitmenschen zu beobachten - sie selbst aber möchte nicht gesehen werden. Sie versteckt sich hinter zu vielen Kilos und ihr Gesicht hinter langen Haaren. Nachts putzt sie in einem Riesensupermarkt. Eines Tages trifft Ellen im Bus eine junge Frau: Temerity ist blind, sprüht vor Lebensfreude, hat keinerlei Berührungsängste. Sie ist der erste Mensch seit langem, der Ellen «sieht». Die folgt ihr fasziniert und rettet sie prompt vor zwei Handtaschendieben. Fortan ist nichts mehr, wie es war. Temerity lockt Ellen gnadenlos aus der Reserve. Zusammen fangen die beiden ungleichen Freundinnen an, sich einzumischen - immer da, wo jemand sich nicht wehren kann oder wo Unrecht geschieht. Sehr schnell wirbeln sie jede Menge Staub auf ...



http://www.ullsteinbuchverlage.de/nc/buch/details/holunderherzen-9783548612874.html
 Inhalt:

Nach einer gescheiterten Beziehung hat Anne die Nase voll von der Liebe und hofft auf die heilende Wirkung ihrer Tante. Die eigenwillige Tilly ist das schwarze Schaf der Familie und Annes großes Vorbild. Doch Tilly scheint selbst nicht ganz auf der Höhe zu sein: Ihr Öko-Hof in der Lübecker Bucht ist halb verlassen, einzig ihr Mops Hugo leistet ihr Gesellschaft. Hinter der spröden Fassade ihrer Tante entdeckt Anne eine verletzliche Frau, die oft zerstreut wirkt. Anne beschließt zu bleiben und den wild wachsenden Holunder auf Tillys Hof zur neuen Einnahmequelle zu machen. Dabei wird sie tatkräftig unterstützt vom Fischer Thies, und auch der Landarzt Carsten lässt sich überraschend oft blicken. Vielleicht ist in Sachen Liebe ja doch noch nicht alles zu spät?

Freitag, 28. Juli 2017

(Rezension) Usch Luhn - Die Pfotenbande #1: Lotta rettet die Welpen

https://www.ravensburger.de/produkte/buecher/kinderbuecher/die-pfotenbande-band-1-lotta-rettet-die-welpen-40604/index.html



Genre: Kinderbuch
Verlag: Ravensburger
Erscheinungsdatum: 18. Mai 2016
Seiten: 144
ISBN: 978-3-473-40604-3
Preis: 9,99 €
Altersempfehlung: ab 8 Jahre








Inhalt:

Leni, Henry, Paula und Max sind entsetzt: Ihre neue Lehrerin Frau Rabe ist total streng. Außerdem kann sie überhaupt nicht mit Hunden umgehen. Und ihr fieser Freund führt irgendetwas im Schilde ... Die Freunde machen sich sofort daran, den Fall aufzuklären. Gut, dass ihre vier Hunde sie niemals im Stich lassen. Denn ein ganzer Wurf süßer Welpen braucht dringend die Hilfe der Pfotenbande!


Das Buch und ich

Es fällt mir ehrlich gesagt bei Kinderbüchern oft schwer, eine Bewertung - egal welcher Art - abzugeben, weil ich keine eigenen Kinder habe und deshalb den Lesegeschmack dieser Altersgruppe nicht so gut kenne.

In diesem Buch geht es um Freundschaft, Tierliebe, Abenteuer und Mut. Jungs und Mädchen werden gleichermaßen angesprochen, so dass ich mir gut vorstellen kann, dass mir das Buch gefallen würde, wenn ich im Grundschulalter wäre. Auch wenn es zwischen den Kindern mal leichte Meinungsverschiedenheiten gibt, so klären sie diese schnell und es gefährdet ihre Freundschaft nicht. Auch dass eine Lehrerin sich in die Babypause verabschiedet gehört heute zum Alltag von Grundschülern, so dass sie sich auch hier wiederfinden können. Klar, so richtig realitätsnah ist das mit dieser Art Abenteuer nicht, aber auch in den Zeiten von TKKG wollten wir doch schon Verbrechen aufklären ;)

Die Geschichte ist in Kapitel unterteilt und mit Illustrationen aufgelockert, der große Druck macht das Lesen leichter.

Für Jungs und Mädchen, die Tiere und Abenteuer mögen.

(Rezension) Andreas Steinhöfel - Dirk und ich

https://www.carlsen.de/hardcover/dirk-und-ich/68666



Genre: Kinderbuch
Verlag: Carlsen
Erscheinungsdatum: 01. Juli 2016 (Erstveröffentlichung 1991)
Seiten: 192
ISBN: 978-3-551-55365-2
Preis: 12,99 €
Altersempfehlung: ab 8 Jahre








Inhalt:

Wo die Brüder Andreas und Dirk auftauchen, ist das Chaos vorprogrammiert. Dabei können sie meistens gar nichts dafür! Ob als Spaghettimonster auf dem Kindergeburtstag, als Nikoläuse im Altenheim oder als spektakuläre Unfallfahrer mit dem Rodelschlitten – immer geht so ziemlich alles schief, was schiefgehen kann. Aber dafür gibt es immer viel zu lachen. Und jetzt kommt auch noch Babybruder Björn dazu – mit dem müssen sie gleich mal eine Weltraumexpedition starten!

Das Buch und ich:

In recht kurzen Kapiteln werden die kleineren und größeren Abenteuer von Andreas und seinem Bruder Dirk erzählt. Dabei fühlte ich mich mehr als einmal in meine eigenen Kindheit zurückversetzt und beendete jedes Kapitel zumindest schmunzelnd wenn nicht sogar laut lachend.

Dieses Buch ist jedenfalls nicht nur was für Kinder (wahrscheinlich werden sich Jungs eher angesprochen fühlen, weil es ja um zwei Brüder geht, aber abenteuerlustigen Mädchen gefällt es sicher auch) sondern auch für die Eltern.

Da es eine abgeschlossene Geschichte pro Kapitel ist, können die lesenden Kinder es problemlos nach einem Kapitel beiseite legen und müssen sich keine Sorgen darüber machen, ob sie wieder in die Geschichte hineinfinden. Oder vorlesende Eltern lesen vor dem Schlafen gehen ein Kapitel vor.

(Rezension) Jonathan Safran Foer - Hier bin ich

http://www.kiwi-verlag.de/buch/hier-bin-ich/978-3-462-04877-3/



Originaltitel: Here I Am
Genre: Roman
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum: 10. November 2016
Seiten: 688
ISBN: 978-3-462-04877-3
Preis: 26,00 €








Inhalt:


»Hier bin ich« erzählt von vier turbulenten Wochen im Leben einer Familie in tiefer Krise. Julia und Jacob haben sich auseinandergelebt, doch wie könnten sie sich trennen, ohne dass ihre drei Söhne darunter leiden oder gar sie selbst? Immer wieder diskutieren sie alle Szenarien durch, kümmern sich aufopferungsvoll um den inkontinenten Hund und die bevorstehende Bar Mitzwa des ältesten Sohns. Gerade als die israelische Verwandtschaft zur Familienfeier in Washington, D.C. eintrifft, ereignet sich ein katastrophales Erdbeben im Nahen Osten, das die Invasion Israels zur Folge hat. Die Fragen »Was ist Heimat? Was bedeutet Zuhause?« stellen sich noch einmal ganz neu, auch für Jacob.

Das Buch und ich:

Seit einer Ewigkeit nehme ich mir vor mal aktuelle "Literatur" zu lesen, also mal was anderes als das leicht verdaulichen All-Age, Chick-Lit oder Regionalkrimis. Also legte ich mir neulich in der Buchhandlung meines Vertrauens, diesen Roman zu. Und wurde davon beinahe erschlagen, was nicht an der Tatsache liegt, dass der fast 700-Seiten Wälzer gewichtsmäßig kein Leichtgewicht ist.

Der Schreibstil ist zwar alles andere als kompliziert, jedoch ist es oft schwer, den endlosen Dialogen zu folgen oder bei den diversen Zeitsprüngen, in denen manche Zusammenhänge erläutert werden, nicht durcheinander zu kommen. Das machte das Lesen schon hin und wieder zu einer leichten Quälerei.

Da man ja spätestens in der Oberstufe lernt, dass uns anspruchsvolle Literatur immer etwas sagen will, fragte ich mich zunehmend: "Was will mir dieses Buch sagen?"
Gute Frage. Es wurde jedoch deutlich, dass man selbst diverse Rollen in seinem Leben einnimmt. Sohn, Vater, Ehemann bzw. Mutter, Tochter, Ehefrau - und das sind nur drei von vielen. Wenn man darüber mal genauer nachdenkt, ist das eine sehr spannende und faszinierende Sache. Beim Lesen wollte ich mir jedoch des öfteren sowohl Jacob als auch Julia krallen und ihnen ein "redet doch einfach mal richtig miteinander" an den Kopf werfen. Aber die mangelnde bzw. unzureichende Kommunikation untereinander ist nicht nur bei ihnen ein Problem, sondern bei den meisten von uns. Wie oft sagen wir Dinge nicht, weil wir unser gegenüber nicht verletzen oder uns selbst nicht der vermeintlichen Lächerlichkeit preisgeben wollen? Wie oft tun wir Dinge, die wir nicht wollen, um andere glücklich zu machen?

Die einzigen, die in dieser Hinsicht relativ unverdorben sind, sind Benji (der jüngste Sohn) und Jacobs Vater Irv, der allerdings ohne Rücksicht auf Verluste seine Weltansicht verbreitet, was zwar sehr ehrlich, aber nicht besonders taktvoll ist. Den beiden älteren Söhnen ist zwar längst klar, was zwischen ihren Eltern los ist,  bringen es jedoch nicht zur Sprache, nicht zuletzt auch, weil es "nicht ihr Job" ist.

Ein weiteres großes Thema ist das Jüdischsein. Ist man nur ein "richtiger" Jude wenn man sich an alle Regeln  hält und wenn es notwendig ist, für Israel in den Krieg zieht? Ist man überhaupt ein "richtiger" Jude wenn man keine besondere Beziehung zu Israel spürt, es nicht als das ursprüngliche Zuhause sieht?

Das Buch ist auf jeden Fall dazu geeignet, den Leser zum Nachdenken anzuregen. Über die eigenen Rollen, darüber, ob man nicht auch lieber manche Dinge aussprechen sollte bevor man irgendwann ohne Vorwarnung explodiert. Über die Situation im Nahen Osten... Allerdings muss man dafür einiges auf sich nehmen. Mal eben nebenbei kann man "Hier bin ich" jedenfalls nicht lesen. So richtig überzeugt hat mich das Buch nicht, dafür hatte es zu viele Längen, aber gefallen hat es mir dennoch.

(Rezension) Rachel Gibson - Darf's ein Küsschen mehr sein?

https://www.randomhouse.de/ebook/Darfs-ein-Kuesschen-mehr-sein/Rachel-Gibson/Goldmann-TB/e338481.rhd



Originaltitel: Tangled up in you
Reihe: Girlfriends #3
Genre: Chick-Lit
Verlag: Goldmann
Erscheinungsdatum: 02. Oktober 2009
Seiten: 320
ISBN: 978-3-641-03197-8 (epub)
Preis: 7,99 €







Inhalt:

Der Ort Truly ist für Maddie Jones ein düsteres Kapitel: Vor vielen Jahren wurde hier ihre Mutter gewaltsam ums Leben gebracht. Eines Tages findet sie zufällig das Tagebuch ihrer Mutter und Maddie wird klar, dass sie sich dieser Familientragödie stellen muss. Als sie dann in Truly ankommt, hätte Maddie mit allem gerechnet, aber nicht mit dem unwiderstehlichen Charme von Mick Hennessy, dessen Vater damals schon das Herz ihrer Mutter gebrochen hatte …

Das Buch und ich:

Maddie schreibt True Crime Bücher unter einem Pseudonym und jetzt wagt sie sich an ihre eigene Geschichte. Doch in Truly stößt sie auf eine Mauer des Schweigens, was nicht weiter verwunderlich ist. Ich mochte Maddie und ihre liebenswerte Eigenart, lecker riechende Bodylotions & Duschgels in diversen Sorten zu "sammeln" und je nach Stimmung zu verwenden. Auch Mick war mir sympathisch, wobei ich jetzt nicht von "unwiderstehlichem Charme" sprechen würde.

Natürlich darf man hier nichts anspruchsvolles erwarten, obwohl das Thema, wie ich finde, schon Potential für mehr hätte. Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten, allerdings hatte ich zwischenzeitlich den Eindruck, dass es etwas  zäh wurde, weil es sich nur darum drehte, dass Maddie Mick nicht widerstehen kann und ihrem schlechten Gewissen, weil sie ihn über ihre wahre Identität im Unklaren lässt und es nicht schafft, ihm zu sagen wer sie ist.

Für kurzweilige Unterhaltung aber empfehlenswert.

(Rezension) Rachel Gibson - Wer zuletzt lacht, küsst am besten

https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Wer-zuletzt-lacht-kuesst-am-besten/Rachel-Gibson/Goldmann-TB/e383745.rhd



Originaltitel: Rescue me
Reihe: Lovett-Texas #3
Genre:Chick-Lit
Verlag: Goldmann
Erscheinungsdatum: 18. Februar 2013
Seiten: 320
ISBN: 978-3-442-47750-0
Preis: 8,99€







Inhalt:

Das Letzte, wovon Sadie Hollowell geträumt hat, ist ausgerechnet wieder auf der Ranch ihres Vaters mitten im texanischen Nirgendwo zu landen. Noch dazu, um als Brautjungfer in einem pinken Tüllungetüm an der Hochzeit ihrer Cousine teilzunehmen. Dass der unnahbare, wortkarge und leider unverschämt attraktive Vince spontan als ihr Begleiter einspringt, macht die Sache auch nicht besser. Die Frauen der Stadt liegen ihm zu Füßen, doch das interessiert ihn herzlich wenig. Von der Liebe will Vince schon lange nichts mehr wissen. Bis die chaotische, schöne Sadie sein Leben völlig auf den Kopf stellt …

Das Buch und ich:

Wenn sich bei mir eine Leseflaute breit macht, sind Bücher wie dieses ein gutes Mittel, den Spaß am Lesen wiederzufinden. Weil man genau weiß, dass sie sich am Ende eben doch bekommen. Was man jedoch nicht weiß ist, was dazwischen alles für größere und kleine Katastrophen passieren.

Es fällt leicht, sich in die Personen hineinzuversetzen. In Sadie, die aus dieser doch recht spießigen Kleinstadt "geflohen" ist und die, obwohl sie sich inzwischen ein eigenes Leben aufgebaut hat, sofort in ihre Jugend zurückversetzt fühlt als sie zur Hochzeit ihrer Cousine anreist. In Vince, der eigentlich weder eine Beziehung noch seßhaft werden will und trotzdem irgendwie dort hängen bleibt. Aber auch in das ganze kleinstädtische Leben.

Ehe man sich versieht hat man das Buch auch schon durch und man bleibt mir dem guten Gefühl zurück, dass es am Ende immer gut ausgeht. Auch wenn ich weiß, dass das nur eine fiktive Geschichte ist, so nehme ich dieses gute Gefühl tatsächlich mit in mein Leben, besonders dann, wenn es da gerade nicht so läuft.

Das Buch ist nicht sonderlich anspruchsvoll, aber als Sommer-/Urlaubslektüre für leichte Unterhaltung gut geeignet.